Mondosano: Erzählen Sie zu Beginn gerne ein wenig von sich und wie Sie auf Mondosano aufmerksam geworden sind.

Martina G.: Ich bin durch Facebook auf Mondosano aufmerksam geworden. Ich habe das dort gesehen, weil ich auch mit Asthma zu tun habe und da habe ich mir gedacht, da melde ich mich mal an. So bin ich zu der Studie gekommen.

Hatten Sie sich vorher schon mit dem Thema klinische Studien auseinandergesetzt oder sind sie durch unsere Facebook-Anzeige überhaupt erst darauf aufmerksam geworden?

Eigentlich noch nie, ich bin nur durch Facebook darauf gekommen. 

Wie kam es dann, dass Sie sich für eine Studie interessierten, wo das Thema doch noch ganz neu für Sie war?

Es war für mich interessant einfach mal zu gucken, wie es mit einem anderen Medikament ist und einfach mal eine Studie mitzumachen.

Das heißt, bisher haben Sie sich nicht ausreichend therapiert gefühlt und die Studie als neue Chance gesehen?

Ja, genau.

Wie ging es dann Schritt für Schritt weiter, nachdem Sie die Anzeige gesehen haben?

Ich habe mich registriert, dann habe ich einen Anruf bekommen, wo mir die Studie erklärt wurde und Fragen geklärt wurden. Danach hat das Studienzentrum angerufen, dass ich mal vorbeikommen soll. Ich wurde getestet und man hat festgestellt, dass ich für die Asthma-Studie geeignet wäre. Daraufhin habe ich meine Termine nach und nach bekommen und entsprechend auch die Medikamente. Das ging alles relativ zügig. 

Wie viele Termine waren vor Ort erforderlich, bis sie in die Studie aufgenommen wurden?

Das war ein einziger Termin und dann wurde ich gleich für die Studie angenommen.

Wie lief die Studie an sich ab, was mussten Sie dafür machen?

Meine Lungenfunktion wurde getestet: Ich musste in das Gerät reinpusten und da haben sie festgestellt, dass meine Lunge nicht so ausgeprägt war. Ich habe dann ein Gerät mit nach Hause bekommen, mit dem ich selbst die Lungenfunktion testen musste, indem ich da reingepustet habe. Die Ergebnisse wurden per GPS ins Studienzentrum übermittelt. Dazu habe ich das Medikament, also den Inhalator bekommen. Etwa einmal im Monat bin ich für genauere Untersuchungen ins Studienzentrum gegangen.

„Während der Studie ging es mir deutlich besser, als vorher. Ich habe mich schon für die nächste Studie angemeldet“

Konnten Sie die Studie gut in ihren Alltag integrieren oder war es zeitlich belastend für Sie?

Nein. Dadurch, dass ich eh zuhause bin, war ich immer gleich vormittags bei den Terminen. Mit den ganzen Tests und Untersuchungen, die man machen musste, hat das teilweise bis zu zwei Stunden gedauert. Das fand ich OK, ich habe meistens mein Tablet dabeigehabt und mich auch mit den anderen Patienten unterhalten. Das war schon lustig.

Sie hatten also auch Kontakt zu den anderen Teilnehmern der Studie und konnten sich austauschen?

Ja, wir haben uns aber eigentlich mehr oder weniger über den Alltag unterhalten, gar nicht so über die Studie. Es war aber schon interessant zu sehen, wo die Leute herkommen: Manche kamen aus Hanau, ich kam aus Darmstadt, einer direkt aus Neu Isenburg. Das war schon interessant, auch was die Altersklassen anging. Das waren doch eher ältere Personen.

Die Studie lief ja zum großen Teil von zuhause ab. Hatten Sie während der Zeit einen Ansprechpartner im Studienzentrum, bei dem Sie sich jederzeit bei Fragen melden konnten?

Ja, die habe ich gehabt. Das war auch eigentlich immer die Gleiche.

Hatten Sie zu Beginn Bedenken oder Sorgen gegenüber der Studienteilnahme?

Nein, gar keine. Ich habe mich einfach darauf eingelassen. Man ist da morgens hingekommen und wenn man schon die ersten zwei Untersuchungen hatte wurde man sogar gefragt, ob man was frühstücken möchte, was man auf dem Brötchen haben möchte und ob man lieber Kaffee oder Tee trinkt. Dadurch habe ich mich sehr wohl gefühlt.

Haben Sie vor der Studienteilnahme mit Ihrem behandelnden Arzt darüber gesprochen?

Ja, habe ich. Sie hat aber nicht großartig was dazu gesagt. Wenn sie mir davon abgeraten hätte, hätte ich aber trotzdem gesagt „das gefällt mir, das mache ich“.

Wie haben Sie sich als Studienteilnehmer gefühlt? Oft hört man ja Begriffe wie „Versuchskaninchen“.

Wie ein Versuchskaninchen weniger. Am Anfang hatte man zwei verschiedene Medikamente, danach durchgehend eins, das nicht mehr gewechselt wurde. Das hat mir so gutgetan, das hätte ich gerne komplett gehabt. 

Wie geht es Ihnen jetzt nach der Studie?

Nicht mehr so besonders. Wenn ich die Treppen hochlaufe komme ich mir vor, als wenn ich 10 Jahre älter wäre. So ging es mir auch vor der Studie, ich würde am liebsten das Medikament immer noch bekommen.

Was ist für Sie an klinischer Forschung wichtig?

Dass dadurch neue Medikamente auf den Markt kommen können. Vielleicht sogar neue Pflaster, die für Allergiker geeignet sind.

Würden Sie noch einmal an einer Studie teilnehmen?

Ja, würde ich auf jeden Fall! Wieder zu Asthma, oder auch etwas anderes. Ich würde gerne an einer Pflasterallergie-Studie teilnehmen. Für eine Milbenallergie-Studie bin ich schon angemeldet.

Was hat Ihnen an der Studie und daran teilgenommen zu haben besonders gut gefallen?

Andere Leute kennen zu lernen und zu gucken, welches Medikament wirklich hilft.

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