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    Beinahe die Hälfte der Patienten wenden ihre Inhalatoren falsch an

    Viele COPD-Patienten, fast die Hälfte, machen Fehler beim Inhalieren ihrer Medikamente.

    Sie erhöhen damit Risiko für häufigere, mittelschwere bis schwere Krankheitsschübe. Die Wirkstoffe, die gegen eine COPD eingesetzt werden, müssen in der Regel inhaliert werden. Damit der Wirkstoff auch da ankommt, wo er wirken soll, ist es wichtig, dass die Patienten ihren Inhalator richtig anwenden.

    Wissenschaftler aus Südkorea untersuchten die Inhalationstechnik von COPD-Patienten. Sie wollten herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen der richtigen Anwendung des Inhalators und dem Risiko für häufige Krankheitsschübe gibt. Zusätzlich suchten sie nach weiteren Risikofaktoren für häufige Krankheitsschübe.

    An der Studie nahmen 189 COPD-Patienten teil, die sich im Universitätsklinikum Yeungnam (Südkorea) in Behandlung befanden. Das Durchschnittsalter lag bei 69,9 Jahren.

    Zu Beginn der Studie beurteilte eine Krankenschwester, die erfahren im Umgang mit Inhalatoren war, anhand eines persönlichen Gesprächs die Inhalationstechnik der Patienten.

    Eine fehlerhafte Inhalation ging mit häufigeren Krankheitsschüben einher

    Eine fehlerhafte Inhalation ging mit häufigeren Krankheitsschüben einher

    Von den 189 COPD-Patienten litten 50 Patienten (26,5 %) unter häufigen, mittelschweren bis schweren Krankheitsschüben, das heißt: mindestens zweimal im vergangenen Jahr. Dabei machten beinahe die Hälfte der Patienten (42,9 %) mindestens einen Inhalationsfehler.

    Die Art der Inhalationsfehler war abhängig vom Inhalationsgerät. Häufig atmeten die Patienten nicht tief genug ein, mit der Folge, Inhalationsfehler jeglicher Art gingen mit einem größeren Risiko für häufige Krankheitsschübe einher.

    Die Wissenschaftler machten zudem weitere Risikofaktoren aus, die mit häufigen Krankheitsschüben einhergingen. Zu diesen Risikofaktoren zählten ein BMI von unter 25 kg/m2 und eine stärkere Atemnot.

    Jeder kritische Inhalationsfehler, ein BMI von unter 25 kg/m2 sowie stärkere Atemnot

    waren somit unabhängige Risikofaktoren für häufige, mittelschwere bis schwere

    Krankheitsschübe bei COPD-Patienten.

    Eine sorgfältige Überwachung und Schulung bezüglich der Anwendung von Inhalatoren sollte somit ein wichtiger Bestandteil der COPD-Therapie sein – besonders bei Patienten, die häufig von Krankheitsschüben betroffen sind.

     

    Bild: mohamed_hassan@ pixabay

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