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    Grundsätzlich können bei der Behandlung von Alzheimererkrankungen zwei Ansätze unterschieden werden:

    • medikamentöse und
    • nicht-medikamentöse Therapien.

    Lange Zeit wurden die Behandlungsansätze mit Hilfe von Medikamenten als wirksamer angesehen, mittlerweile gelten die nicht-medikamentösen Ansätze jedoch als gleichwertig.

    Medikamentenbasierte Therapie bei Alzheimer

    Die sogenannte Pharmakotherapie zielt in erster Linie auf die Linderung der Symptome und die Behandlung möglicher Begleiterkrankungen ab. Mögliche Auffälligkeiten im Verhalten oder Depressionen sollen dadurch vermieden und die geistige Leistungsfähigkeit erhalten werden. Mit Fortschreiten der Erkrankung ändern sich in der Regel auch die Symptome. Während zu Beginn oft vergleichbar leichte Vergesslichkeit und Orientierungsschwierigkeiten auftreten, treten im weiteren Verlauf zunehmend Stimmungsschwankungen bis hin zu übertriebenem Misstrauen, Zornesausbrüchen oder Depressionen auf. Da der Verlauf von Person zu Person sehr unterschiedlich ausfällt, ist es enorm wichtig, die medikamentöse Behandlung kontinuierlich vom behandelnden Arzt kontrollieren und anpassen zu lassen.

    Die medikamentöse Alzheimertherapie umfasst in der Regel drei Wirkstoffarten:

    • Neuroleptika (wirken antipsychotisch und beruhigend)
    • Antidepressiva (wirken stimmungsaufhellend)
    • Antidementiva (wirken verzögernd auf den eigentlichen Krankheitsverlauf, hauptsächlich gegen kognitive Einbußen

    Alle genannten Medikamente sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

    Alzheimer ohne Medikamente behandeln

    Diese Therapieformen gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die vollständige Abwesenheit von unerwünschten Nebenwirkungen, die oft als erhebliche Belastung bei medikamentösen Therapien angesehen werden. Die Behandlungen werden von entsprechend geschulten Therapeuten durchgeführt, um den Erkrankten eine möglichst lange und selbstständige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

    Die etabliertesten Therapieformen im Überblick:

    • Verhaltenstherapie
    • Physiotherapie
    • Ergotherapie
    • Realitäts- und Orientierungstraining
    • Gedächtnisstimulation
    • Biografiearbeit und Erinnerungstherapie

    Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Schulung der Angehörigen und des Pflegepersonals ein, da ein umfassendes Verständnis für die Ursachen und Wirkprinzipien der Demenzerkrankung hilfreich für die Erhaltung und Förderung der Fähigkeiten von Betroffenen ist.

    Quellenangaben

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