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    Krankhaftes Übergewicht (Adipositas) erhöht das Risiko für Entzündungen, Diabetes Typ 2, Herzkreislauferkrankungen und bestimmte Tumore. Das ist wissenschaftlich belegt, auf molekularer Ebene sind aber noch viele Fragen offen. Eine deutsche Forschergruppe hat nun einen Faktor dieser Reaktion, die immer mehr Menschen betrifft, identifiziert.

    Was sind die neuesten Erkenntnisse?

    Unser Fettgewebe bildet Adipokine, die unter anderem den Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse beeinflussen. Je mehr Fettgewebe ein Mensch hat, desto mehr Adipokine werden ausgeschüttet.

    WISP1 (wingless-type inducible signalling pathway protein-1) konnte als entzündungsförderndes Adipokin identifiziert werden. In einer aktuellen deutschen Studie wurden der Zusammenhang zwischen dem WISP1-Spiegel im Blut und Diabetes Typ 2 sowie die Auswirkungen des Adipokins auf die Insulinempfindlichkeit der Zellen unter die Lupe genommen. Dafür wurden übergewichtige und normalgewichtige Teilnehmer mit und ohne Diabetes Typ 2 untersucht.

    Die Ergebnisse sind eindeutig: Wie zu erwarten, war der WISP1-Spiegel bei den übergewichtigen Teilnehmern erhöht. Gleichzeitig gab es einen positiven Zusammenhang zwischen dem erhöhten Spiegel und der Diagnose Diabetes Typ 2, sowie einer erhöhten Anzahl des Enzyms Hämoxygenase-1 (HO-1). Dieses fördert chronische Entzündungen. Außerdem fand sich bei einem erhöhten WISP1-Spiegel ein verringerter Wert des Adiponektins. Dieser Botenstoff erhöht die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin.

    Zusammenfassend hat sich also gezeigt, dass eine vermehrte Menge Bauchfett zu einem höheren WISP1-Spiegel führt, der wiederum das Diabetes-Risiko erhöht und Entzündungen fördert.

    Damit haben die Forscher einen neuen Ansatzpunkt für die Behandlung und Prävention des Diabetes Typ 2 entdeckt. Ein neues Medikament könnte dort ansetzen und die Folgen des erhöhten WISP1 aufhalten.

    Quellenangaben

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