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    Es ist Anfang Mai und weltweit gibt es bereits 3,8 Millionen bestätigte Coronavirus-Erkrankungen. Davon sind bereits 1,3 Millionen Menschen geheilt. Die Anzahl der durch das Virus gestorbenen Menschen beträgt 264.000 Menschen.  Das Coronavirus (auch COVID-19 genannt) betrifft immer mehr und mehr Menschen. Vor allem Personen, die zur Risikogruppe gehören sind einer großen Gefahr ausgesetzt.
    Dazu gehören auch Personen mit einer chronischen Darmentzündung.  

    In den USA konnte der erste COVID-19 Fall durch eine Stuhlprobe nachgewiesen werden – man meldete eine Infektion des Magen-Darm-Traktes. Wissenschaftler befassten daher etwas genauer mit dem Zusammenhang einer chronischen Darmentzündung und des COVID-19.

    In einer in China durchgeführten Studie gaben 5,5% der infizierten Teilnehmer an, Durchfall zu haben. Des weiterer fand man einen Zusammenhang zwischen einem schlechten Krankheitsverlauf von COVID-19 und chronischen Darmentzündungen. Neben chronischen Darmentzündungen führten Leberschäden und Hepatitis B auch zu einem schlechteren Krankheitsverlauf.  
    Krebspatienten, deren Immunsystem aufgrund der Therapie extrem geschwächt sind, haben ein extrem erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19. Dennoch ist man sich unsicher, ob Magen-Darm Krebs schneller zu einer COVID-19 Infektion führt. In einer durchgeführten Studie hatten von allen Corona-Infizierten nur 1% überhaupt eine Krebsvorgeschichte.

    Um Patienten mit chronischen Darmkrankheiten zu helfen, hat China eine Richtlinie erstellt, die den Betroffenen hilft mit der Situation umzugehen. Die Richtline beinhaltet praktische Empfehlungen zur Verwendung von immunsuppressiven Mitteln und Biologika, zur Ernährung und zum absichtlichen Aufschieben von elektiven Operationen und Endoskopien, sowie Richtlinien zur persönlichen Schutzvorkehrung.

    Folgende Kriterien weisen auf ein erhöhtes Risiko zur Erkrankung an dem Coronavirus hin (bezogen auf Patienten, die von einer chronischen Darmerkrankung betroffen sind):

    ·         Unterernährung

    ·         Häufiger Krankenhausbesuch

    ·         Bluthochdruck

    ·         Diabetes

    ·         Schwangere

    ·         Durchführen von elektiven Operationen und Endoskopien

    Folgende Richtlinien sollten beachtet werden (von Patienten, die von einer chronischen Darmerkrankung betroffen sind):

    ·         Mesalaminverwendung sollte fortgesetzt werden

    ·         Kortikosteroide weiterhin einnehmen, jedoch vorsichtig sein mit möglichen Nebenwirkungen

    ·         Keine Neuverschreibung von Immunsuppressiva

    ·         Enterale Ernährung, wenn Biologika nicht zugänglich sind

    ·         COVID-19-Screening vor Notfalloperationen

     

    Quelle:
    The Lancet Gastroenterology & Hepatology (März 2020), Implications of COVID-19 for patients with pre-existing digestive diseases. Abgerufen am 26.03.2020

    Bild: geralt @ pixabay

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