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    Immer mehr Menschen erkranken an der chronischen Lungenkrankheit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Um die Atemnot und Hustenanfälle zu behandeln, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Welche davon die richtige ist richtet sich in erster Linie nach dem Schweregrad der Erkrankung. Anhand der Lungenfunktionswerte und der Häufigkeit akuter Verschlechterungen (Exazerbationen), erfolgt eine Einteilung in die 4 GOLD-Stadien. Gemäß dieser Einteilung kommen dann verschiedene Behandlungsmöglichkeiten nach der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit COPD zur einheitlichen Behandlung zum Einsatz.

    Was empfiehlt die bisherige COPD-Behandlungsleitlinie?

    Zu Beginn der COPD (GOLD 1) werden bei Bedarf Inhalatoren eingesetzt, die die Bronchien rasch erweitern, sogenannte SABA (kurzwirksame Beta-2-Antagoinsten, z. B. Salbutamol)  oder SAMA (kurzwirksame Muskarin-Antagonisten, z. B. Ipratropiumbromid).

    Ab GOLD 2 kommen langwirksame Wirkstoffe hinzu, sogenannte LAMA (langwirksame Muskarin-Antagonisten, z. B. Tiotropium) und LABA (langwirksame Beta-2-2Mimetika, z. B. Salmeterol). Die Wirkung tritt später ein, hält aber länger an.

    Ab GOLD 3 wird zusätzlich inhalatives Kortison (ICS, z. B. Budesonid) empfohlen.

    Reicht die inhalative Behandlung nicht aus, können auch Kortisontabletten (z. B. Prednisolon), PDE-4-Inhibitoren (Roflumilast) oder Methylxantine (z. B. Theophyllin) die Therapie ergänzen.

    Es ist bereits bekannt, dass die Kombination zweier Wirkstoffe in einem Inhalator den Behandlungserfolg im Gegensatz zu zwei einzelnen Wirkstoffen verbessert. Besonders bei wiederkehrenden Exazerbationen ist ein solches Kombinationspräparat zu empfehlen.

    Welche Ergebnisse brachten die aktuellen Studien?

    Im Januar 2018 wurde mit Trelegy Ellipta Europas erster Dreifach-Kombinationsinhalator zugelassen, der nur einmal täglich angewendet werden muss.

    Weltweit haben über 10.000 COPD-Patienten an den dafür erforderlichen Studien teilgenommen. Über 24 Wochen erhielt eine Teilnehmergruppe die neue Dreifach-Kombination, die andere Gruppe ein Zweifach-Kombinationspräparat. Das Ergebnis war eindeutig: Während sich in der Zweifach-Gruppe der FEV1 (Lungenfunktionswert) lediglich um 29ml verbessert hat, waren es in der Dreifach-Gruppe 142ml. Hinzu kamen in dieser Gruppe 15% weniger Exazerbationen und mehr Berichte einer gesteigerten Lebensqualität.

    2018 wurde eine Studie zu einem weiteren Dreifach-Kombinationspräparat veröffentlicht. An dieser Studie nahmen etwa 1.500 COPD-Patienten teil. Eine Gruppe erhielt das Dreifach-Kombinationspräparat, dessen Wirkstoffe sich von Trelegy Ellipta unterscheiden, die andere Gruppe eine Zweifach-Kombination. Gemessen wurde die Anzahl der Exazerbationen innerhalb von 52 Wochen. Auch hier wurde eine Verringerung um 15 % durch den Dreifach-Wirkstoff erreicht.

    Fazit

    Für COPD-Patienten, die trotz Zweifach-Kombination unter wiederkehrenden Exazerbationen leiden, bieten die Dreifach-Kombinationspräparate eine gute Möglichkeit. Sie helfen die Symptome zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Auch die aktuelle COPD-Leitlinie empfiehlt bei Bedarf die Kombination aus ICS, LABA und LAMA, um die Lungenfunktion sowie die COPD-Symptomatik zu verbessern und die Anzahl der Exazerbationen zu reduzieren.

    Um die Behandlungsmöglichkeiten der COPD weiterhin zu verbessern, geht die Forschung ständig weiter. Haben auch Sie Interesse an einer Studienteilnahme? Über folgenden Link können Sie sich unverbindlich für weitere Informationen und eine mögliche Studienteilnahme registrieren: Hier passende COPD-Studie finden

    Quellenangaben

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