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    In einer weltweiten Studie wurde Remdesivir nun an 53 Patienten getestet. Die Patienten kamen aus den USA, Europa, Kanada und Japan und sind alle positiv auf COVID-19 getestet worden. 

    Allen Patienten wurde für 10 Tage das Arzneimittel einmal täglich intravenös, also in die Arterie, verabreicht. Im Anschluss an die 10 Tage gab es noch eine Nachbeobachtungszeit von 18 Tagen, in der die Patienten kein Remdesivir mehr erhalten haben, aber trotzdem noch ärztlich überwacht wurden. 70% der Patienten zeigten nach der 18-tägigen Nachbeobachtungszeit bereits eine klinische Verbesserung, vor allem bezogen auf die Sauerstoffzufuhr. 

    In den ersten Testphasen des Arzneimittels, die noch nicht am Menschen durchgeführt wurden, stellte man fest, dass Remdesivir gegen SARS-CoV-2 aktiv ist und so COVID-19 bekämpfen kann. Remdesivir hemmt in dem menschlichen Körper Vorgänge, durch die sich das Coronavirus normalerweise im Körper vervielfachen würde. 

    Unter den Probanden der Remdesivir-Studie war auffällig, dass Patienten, die invasiv beatmet werden mussten, durchschnittlich viele koexistierende Erkrankungen mit sich brachten. Alle Patienten, die während der Durchführung der Studie nicht beatmet wurden, zeigten durch Remdesivir eine deutliche Verbesserung des Krankheitsbildes.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die klinische Verbesserung bei Patienten, die nicht-invasiv beatmet wurden deutlich besser war als bei Patienten, die invasiv beatmet wurden. 

    Während der Studie stellte man außerdem fest, dass Personen ab 70 Jahren ein durchschnittlich höheres Risiko hatten, aufgrund von COVID-19 zu sterben. 
     

    Zu beachten ist allerdings auch, dass knapp 50% der Patienten über Nebenwirkungen wie Durchfall, Hautausschlag, Hypotonie und Nierenschädigungen klagten.

    Dennoch zeigt sich Remdesivir als extrem vielversprechend bezogen auf die Behandlung von COVID-19. 

    Quelle:
    The New England Journal of Medicine, Compassionate Use of Remdesivir für Patiens with Severe Covid-19, Abgerufen am 15.05.2020

    Bild: ornaw @ pixabay

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