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    In New York City ist das COVID-19 bereits sehr stark verbreitet. Man hofft jedoch Szenarien wie in Italien verhindern zu können. Aus diesem Grund wird unter Hochdruck versucht, Möglichkeiten zu finden, um COVID-19 besser in den Griff zu bekommen. 
    In diesem Zuge wollen Krankenhäuser in New York City das Blut von bereits geheilten COVID-19 Patienten als Gegenmittel verwenden. Man hofft, damit Infizierte heilen zu können.

    Um diese Methodik anzuwenden, nimmt man das Plasma des Blutes. Dies ist der Teil des Blutes, welcher die Antikörper, nicht aber die roten Blutkörperchen enthält. Dieser Teil des Blutes nennt sich „Rekonvalenzplasma“.  Die Antikörper sollen Patienten gegeben werden, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, um so den Krankheitsverlauf aufzuhalten. Es wird jedoch betont, dass es sich hierbei lediglich um eine Notlösung handelt, die nur solange angewandt werden soll, bis klinisch getestete Medikamente oder Impfungen erhältlich sind.

    Vorteile des Rekonvalenzplasmas:

    • man kann unter Umständen Patienten vor einem Intensivstationsaufenthalt bewahren
    • schnell einsetzbar, es muss lediglich auf Viren und Infektionen geprüft werden
    • kostengünstig
    • für jedes vom Ausbruch schwer betroffene Land verfügbar.

    Primäres Ziel dieser Notfalllösung ist es, das Krankenhauspersonal hiermit zu behandeln, damit dies nicht auf Grund von Krankheit ausfällt.

    Bereits 2002 beim SARS-Virus wurde diese Notfalllösung angewandt. So wandte man diese Art der Therapie bei bereits Erkrankten an. Wenn man den frisch Infizierten innerhalb von 14 Tagen nach Auftreten der ersten Symptome das Rekonvalenzplasma verabreichte, war die Wahrscheinlichkeit, aus dem Krankenhaus entlassen zu werden, stark erhöht. Dennoch stellte man ebenso fest, dass bei Nichteinhalten des 14-tägigen Zeitraumes diese Methode nicht hilfreich ist.

    In China hat man auf Grundlage dessen bereits 13 schwer erkrankten COVID-19 Patienten Rekonvalenzplasma verabreicht. Es zeigte sich eine kurzfristige Verbesserung der Krankheit. Langfristig verschlechterte sich der Zustand der Patienten allerdings wieder. Daraus lässt sich schließen, dass diese Patienten nicht mehr in einem frühen Krankheitsstadium waren und das Rekonvalenzplasma daher nicht mehr wirksam war.

    Ärzte in den USA können nun nach eigenem Ermessen entscheiden, ob Sie von dieser Notfalllösung Gebrauch machen wollen oder nicht - obwohl diese offiziell noch nicht zugelassen ist. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sie einen Fallbericht einreichen. So kann man Statistiken dazu aufstellen, welche Ansätze am erfolgversprechendsten sind.

    Quelle:
    nature (24.03.2020), How blood from coronavirus survivors might save lives. Abgerufen am 30.03.2020

    Bild: Tumisu @pixabay

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