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    Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe will Betroffene daher mit digitalen Angeboten unterstützen. Wichtig sei, sich abzulenken, aktiv zu bleiben und das Gespräch mit Freunden und Familie zu suchen, erklärte die unabhängige gemeinnützige Stiftung.

    Hilfreich sei es für Betroffene, sich einen detaillierten Tages- und Wochenplan zu machen.

    „Sehr wichtig ist es, die Bettzeit nicht zu verlängern, da bei vielen Betroffenen eine längere Liegedauer und auch längerer Schlaf nicht zu einem Abbau, sondern einer Zunahme des Erschöpfungsgefühls und der Depressionsschwere führen“, erklärt der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Ulrich Hegerl, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt.

    Die Depressionshilfe stellt Betroffenen ihr Online-Programm iFightDepression für sechs Wochen ohne Einschränkungen zur Verfügung.

    Die Depressionhilfe stellt Betroffenen ihr Online-Programm iFightDepression zur Struktu­rierung des Alltags nun aufgrund der Corona-Krise für sechs Wochen ohne Einschränkungen zur Verfügung.

    Normalerweise setze das Programm eine Begleitung durch einen Arzt oder psychologischen Psychotherapeuten voraus. Da viele Patienten durch das Corona-Virus zuhause bleiben müssten und Hausärzte und Psychotherapeuten an ihre Belastungsgrenzen stießen, sei das Programm nun auch ohne Begleitung zugänglich.

    Das Selbstmanagement-Programm unterstützt Menschen mit leichteren Depressions­formen ab 15 Jahren beim eigenständigen Umgang mit den Symptomen einer Depression und gibt praktische Hinweise für den Alltag.

    Durch Übungen lernen sie zum Beispiel, den Tag zu strukturieren und negative Gedankenkreise zu durchbrechen. Das Programm ist derzeit in zwölf Sprachen verfügbar.

    Betroffene können sich formlos über die E-Mail-Adresse ifightdepression@deutsche-depressionshilfe.de für das Programm anmelden und werden innerhalb von 24 Stunden freigeschaltet.

    Quelle:
    © PB/kna/aerzteblatt.de

    Bild: Free-photos @ pixabay

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