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    Morbus Crohn ist eine chronische Erkrankung des Verdauungstraktes, mit Symptomen, über die viele Betroffene nicht offen sprechen mögen. Jedes Jahr erkranken bis zu 5.000 Menschen in Deutschland neu an der Darmerkrankung, viele von ihnen im Kindes- oder Jugendalter. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Symptome Morbus Crohn mit sich bringt.

    Wie verläuft Morbus Crohn?

    Morbus Crohn verläuft in der Regel schubweise. Das heißt Entzündungszeiten wechseln sich mit beschwerdefreien Phasen ab. Wann, wie häufig und wie lange solche Entzündungsphasen auftreten, ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Ein Schub kann wenige Tage bis mehrere Wochen anhalten.

    Die Entzündung kann im ganzen Verdauungstrakt auftreten, also vom Mund bis zum After. Meist ist jedoch der Dünndarm und/oder der Dickdarm befallen und zwar alle Schichten der Darmwand. Die Entzündungen treten fleckenweise auf, sie liegen also zwischen gesunden Darmabschnitten.

    Was sind die Symptome von Morbus Crohn?

    Da Morbus Crohn meist Teile des Darms befällt, haben die Symptome hier ihren Ursprung. Der betroffene Bereich löst Schmerzen aus, befallene Darmabschnitte können verletzt werden und die Nahrungsaufnahme und Verwertung der Nährstoffe ist beeinträchtigt. Die Symptome von Morbus Crohn sind dementsprechend folgende:

    • krampfartige Bauchschmerzen, oft im rechten Unterbauch, meist ein bis zwei Stunden nach dem Essen
    • anhaltender wässriger oder breiiger Durchfall, selten blutig
    • Gewichtsverlust
    • Fieber, insbesondere, wenn die Krankheit stark ausgeprägt ist
    • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
    • Abszesse und Fisteln

    Welche Symptome löst Morbus Crohn außerhalb des Darms aus?

    Morbus Crohn löst nicht nur die zuvor beschriebenen Symptome des Darms aus. Neben dem Verdauungstrakt können nämlich auch andere Organe betroffen sein. Man spricht in dem Fall von „extraintestinalen Manifestationen“. Sie können gemeinsam mit der Erkrankung auftreten, aber auch schon bevor sich Morbus Crohn zeigt. Die Behandlung des Morbus Crohn wirkt sich auch positiv auf die Symptome außerhalb des Verdauungstraktes aus. Darüber hinaus ist der jeweilige Facharzt für die Behandlung zuständig.

    • Augen: Entzündung, Rötung, Schmerzen
    • Knochen: Abnahme der Knochendichte (Osteopenie), Knochenschwund (Osteoporose)
    • Leber und Gallenwege: Entzündung der Gallenwege innerhalb und außerhalb der Leber
    • Gelenke: Entzündungen, z. B. eins oder mehrere große Gelenke der Arme oder Beine (Arthritis), Wirbelsäule, Kreuz-Darmbein-Gelenk (Sakroiliitis), Verbindung von Wirbelsäule und Becken (Morbus Bechterew)
    • Haut: Entzündung des Unterhautfettgewebes und schmerzhafte rote Flecken an Armen und Beinen (Erythema nodosum), schmerzhafte Geschwürbildung mit Absterben der Haut (Pyoderma gangraenosum)

    Welche Komplikationen können entstehen?

    Neben den Symptomen des Morbus Crohn kann es im Krankheitsverlauf zu teils bedrohlichen Komplikationen kommen:

    • Fisteln: Tunnelähnliche Verbindung zwischen 2 Darmabschnitten oder zwischen dem Darm und einem Organ, z. B. der Blase.
    • Fissuren: Risse, entstehen meist am After
    • Abszesse: Eiteransammlungen
    • Darmverschluss
    • Nährstoffmangel durch häufigen Durchfall
    • Kachexie: Starke, krankhafte Abmagerung
    • Erhöhtes Darmkrebsrisiko

    Quellenangaben

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