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    Wie oft muss ich mich gegen Grippe impfen lassen?

    Grippeviren haben die Fähigkeit sich sehr schnell zu verändern, dementsprechend wird empfohlen die Grippeimpfung für jede Grippesaison mit dem jeweils aktuellen Impfstoff zu wiederholen.

    Dies bedeutet, dass Sie sich jedes Jahr aufs Neue zu Beginn der Grippesaison impfen lassen sollten.

    Warum hilft die Grippeimpfung nur bedingt?

    Die Entwicklung des jährlich neuen Grippeimpfstoffes ist mit der Wettervorhersage vergleichbar.

    Weltweit werden alle Grippevirenstämme ständig im Rahmen des „Globalen Influenza Überwachungs- und Maßnahmenprogramms“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überwacht. Die WHO sammelt all diese Daten, wertet sie aus und überprüft welche Virusstämme gerade am häufigsten auf der Welt anzufinden sind. Im Anschluss spricht sie entsprechende Empfehlungen, gegen welche Virusstämme geimpft werden sollte, aus.

    Wie bei der Wettervorhersage ist dies zwar eine ziemlich genaue Vorhersage, allerdings kann es vorkommen, dass sich die Viren überraschend verändern, mutieren oder eben doch ganz andere Virusstämme überleben und sich ausbreiten.

    Was wird bei der Grippeimpfung gespritzt?

    Bei der Grippeimpfung handelt es sich um eine sogenannte Totimpfung. Dies bedeutet, dass es sich um abgetötete Viren handelt die geimpft werden. Die abgetöteten Viren werden vom Immunsystem erkannt und trainieren es – dem Immunsystem wird vorgetäuscht, dass es sich um eine reale Grippe handelt gegen die es vorgehen muss. Der Impfstoff ist jedoch selbst nicht in der Lage eine Grippe auszulösen.

    In Deutschland wird üblicherweise eine Tetra-Impfung appliziert. Dieser Impfstoffe setzt sich aus den drei Virusstämmen der in der WHO-Empfehlung aufgelisteten Virusstämme zusammen – jene drei Stämme, die am wahrscheinlichsten die Grippewelle auslösen werden.

    Wann schützt die Grippeimpfung und welche Nebenwirkungen gibt es?

    Nach der Grippeimpfung benötigt der Körper etwa 10-14 Tage um einen ausreichenden Schutz gegen die Grippeviren zu entwickeln.

    Nach der Impfung können Symptome wie Rötungen der Einstichstelle, Müdigkeit, Übelkeit, Muskelschmerzen oder leichtes Fieber auftreten. Die Symptome verschwinden bereits nach ein paar Tagen von allein.

    Wer sollte sich impfen lassen?

    Die WHO empfiehlt die jährliche Schutzimpfung gegen Grippe für die folgenden Personengruppen:

    • schwangere Frauen
    • Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahren
    • Personen ab 60 Jahren
    • Chronisch kranke Patienten
    • Beschäftigte im Gesundheitswesen

    Wie funktioniert der Langzeit-Impfstoff?

    Für den Langzeit-Impfstoff haben Forscher der Cornell University in New York zahlreiche Grippeviren analysiert (sowohl von Menschen als auch von Vögeln und Schweinen).

    Hierbei haben sie besonders auf Eigenschaften der Virenstämme geachtet, welche sich auch über die letzten Jahrzehnte nicht verändert haben. Gefunden haben sie in allen Virenstämmen das sogenannte M2-Protein.

    Ein M2-Impfstoff hätte demzufolge das Potential den Körper gegen jegliche Veränderungen/Mutation der Grippeviren zu immunisieren. Eine jährliche (saisonale) Impfung wäre nicht mehr notwendig.

    Im besten Fall wird ein Mensch einmalig in seinem Leben mit dem neuen M2-Impfstoff geimpft und wäre vor der Grippe ein Leben lang geschützt. Im schlimmsten Fall müsste die Impfung nach 10 Jahren aufgefrischt werden, wie es etwa bei Tetanus der Fall ist.

    Was kann ich tun, um mich nicht anzustecken?

    Nach der Grippeimpfung benötigt der Körper etwa 10-14 Tage um einen ausreichenden Schutz gGrippeviren können über mehrere Wege übertragen werden:

    • Per Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder lediglich einer Unterhaltung
    • Durch Händeschütteln eines an Grippe erkrankten Menschen
    • Durch eine Schmierinfektion z.B. durch Berührung einer verunreinigten Türklinke

    Die Grippeviren lauern im Alltag überall, sodass es ohne Impfung äußerst schwierig ist ihnen aus dem Weg zu gehen. Allerdings lässt sich mit etwas Vorsicht und ein wenig Abstand von niesenden und hustenden Personen, erst recht bei Grippepatienten das schlimmste verhindern.egen die Grippeviren zu entwickeln.

    Nach der Impfung können Symptome wie Rötungen der Einstichstelle, Müdigkeit, Übelkeit, Muskelschmerzen oder leichtes Fieber auftreten. Die Symptome verschwinden bereits nach ein paar Tagen von allein.

    Die Grippe hat mich erwischt, wie werde ich sie wieder gesund?

    Ärzte empfehlen Grippe-Patienten strikte Bettruhe und eine hohe Flüssigkeitszufuhr. Ein gesunder Körper sollte mit den Viren allein zurechtkommen und es bedarf in aller Regel keiner antiviralen Therapie in Tablettenform (z.B. Tamiflu).

    Symptomatisch kann die Grippe mit Schmerztabletten behandelt werden – Schmerztabletten helfen dabei nicht nur gegen die Gliederschmerzen, sondern auch bei erhöhten Temperaturen oder Fieber.

    Da es sich um eine Viruserkrankung handelt sind jegliche Antibiotika wirkungslos!

    Grippe oder Erkältung?

    Bei einer Grippe liegt immer eine Virusinfektion mit den sognannten Influenzaviren (Orthomyxoviren) vor. Diese Viren führen zu einer Infektion der Atemwege die ad hoc beginnt. Es kommt nicht nur zu Kopf- und Gliederschmerzen, sondern vor allem zu hohem Fieber.

    Eine Erkältung ist bedeutend harmloser und kann zwar auch ähnliche Symptome wie bei einer Grippe verursachen, die Symptome kommen jedoch schleichend und es liegt nie Fieber vor.

    Folgende Symptome sind typisch für eine Grippe:

    • plötzlich auftretendes hohes Fieber
    • Halsschmerzen und trockener Husten
    • Schnupfen

    Im Verlauf kann es zu weiteren Symptome kommen:

    • Schüttelfrost
    • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
    • Muskel- und Rückenschmerzen
    • Übelkeit und Appetitlosigkeit
    • starke Erschöpfung

    Die Betroffenen sind nach etwa einer Woche wieder fieberfrei. Symptome wie Schnupfen und Schwäche können noch bis zu zwei Wochen andauern.

    Der neue Langzeit-Impfstoff trägt große Hoffnung in sich. Sollte sich die Impfung als wirkungsvoll erweisen, könnten die jährlichen Grippewellen der Vergangenheit angehören. Damit wäre nicht nur den Betroffenen gedient, sondern auch den Mitarbeitern in Kliniken und Praxen und selbstverständlich auch dem Zahler von Krankenkassenbeiträgen – 2015 kostete die deutsche Grippewelle 2,2 Mrd. €!

    Quellenangaben

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