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    Bevor es darum geht wie Homöopathie bei Psoriasis helfen kann, muss man wissen, was das überhaupt ist.

    Homöopathie ist eine 200 Jahre alte Behandlungsmethode. Ihr Name leitet sich von den griechischen Worten Homoion (= ähnlich) und Pathos (= Leiden) ab. Im Namen steckt also schon das Grundprinzip der Homöopathie:

    Gleiches mit Gleichem behandeln.

    Die homöopathischen Mittel bestehen aus Substanzen, die beim gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorrufen würden. Genau gegen diese Beschwerden sollen die homöopathischen Mittel in stark abgeschwächter Form helfen, indem die Selbstheilungskräfte stimuliert werden. Nach diesem Prinzip existieren etwa 2.500 verschiedene homöopathische Mittel aus Mineralien, Pflanzen und Tierprodukten. Einige von ihnen werden auch zur homöopathischen Behandlung der Psoriasis eingesetzt.

    Homöopathische Mittel haben keine Nebenwirkungen. Allerdings konnte auch ihre Wirkung bisher nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Sie zeigen aber immer wieder positive Wirkungen, was eventuell auf den Placebo-Effekt zurückgeführt werden kann. Trotz fehlender Wirksamkeitsnachweise tragen immer mehr Krankenkassen die Kosten einer homöopathischen Behandlung. Im Fall einer Erkrankung sollte Homöopathie die schulmedizinische Therapie aber nur ergänzen, nicht ersetzen. Bei einer Psoriasis kann Homöopathie also ergänzend zu den Medikamenten und Salben angewendet werden.

    Wie läuft eine homöopathische Behandlung der Psoriasis ab?

    Am Beginn der homöopathischen Behandlung steht eine ausführliche Anamnese, die bis zu 2 Stunden dauern kann. Dabei wird der Betroffene nach seinen gesundheitlichen Beschwerden gefragt und wann sie sich verbessern oder verschlechtern. Außerdem werden bestimmte Reaktionen des Körpers getestet, z. B. auf Hitze oder Kälte, sowie Ängste und die emotionale Verfassung des Betroffenen untersucht. Gerade wenn es um die homöopathische Behandlung von Psoriasis geht, kann diese Anamnese sehr umfangreich sein, da es viele verschiedene auslösende Faktoren für die Schuppenflechte und deren Schübe gibt. Anhand dieser Befragung und Untersuchung wird das richtige homöopathische Mittel ausgewählt.

    Um ein solches Mittel herzustellen, wird der Wirkstoff in Potenzen stark verdünnt. D steht für eine Zehnerpotenz, C für eine Hunderterpotenz. Das heißt, ein Wirkstoff mit der Kennzeichnung D30 wurde 30 Mal um das Zehnfache verdünnt, C200 200 Mal um das Hundertfache. So kommt es, dass in einem homöopathischen Mittel nur noch eine minimale Menge oder gar kein Wirkstoff vorhanden ist. Dennoch gelten homöopathische Mittel als umso wirksamer, je stärker sie verdünnt wurden. Diese Mittel gibt es als Globuli, Tabletten, Tropfen und Salben. Am häufigsten werden Globuli verwendet. Das sind kleine Kügelchen, die auf der Zunge aufgelöst werden, da sie nur wirken wenn sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

    Mit Homöopathie gegen Psoriasis

    Manche von Psoriasis-Betroffene schwören auf die Wirkung der Homöopathie. Allerdings sollte Homöopathie die medizinische Therapie der Psoriasis nicht ersetzen, sondern nur ergänzen! Ein bedeutender Faktor für die Beliebtheit der Homöopathie gegen Psoriasis kann die psychische Komponente sein. Eine belastete Psyche kann einen Psoriasis-Schub auslösen. Das Einnehmen homöopathischer Mittel kann durch den Glauben an dessen Wirkung die Psyche beruhigen und somit gegebenenfalls tatsächlich die Schuppenflechte positiv beeinflussen.

    Die eigentliche Zielsetzung der Homöopathie bei Psoriasis liegt darin, den Juckreiz zu lindern, die Entzündung zu hemmen und das Hautbild zu verbessern. Es kann auch helfen homöopathische Mittel gegen Nervosität anzuwenden, wenn das der Auslöser für die Psoriasis-Schübe ist.

    Mit diesen Zielen werden folgende homöopathische Substanzen gegen Psoriasis eingesetzt:

    • Hydrocotyle asiatica: Lindert Juckreiz und wirkt entgiftend
    • Mahonia aquifolium: Beruhigt trockene, schuppige Haut und lindert Entzündungen
    • Schwefel: Mildert Hautausschläge und Entzündungen sowie Trockenheit und Juckreiz
    • Natrium muriaticum: Homöopathischer Wirkstoff gegen Psoriasis auf der Kopfhaut
    • Berberis aquifolium: Bei trockener Haut
    • Sepia: Gegen Psoriasis im Gesicht, Schambereich, Körperfalten, Finger- und Fußnägeln
    • Phosphorus oder Petroleum: Bei rissigen, blutenden Krusten und gegen Psoriasis an den Augenbrauen
    • Calcium cabonicum: Bei schlaffer, leicht reißender Haut
    • Ignatia amara: Bei Hautveränderungen durch emotionale Belastungen oder verletzungsbedingt verschlimmerten Ausschlag
    • Teucrium: Homöopathischer Wirkstoff gegen Psoriasis an den Ohren
    • Cardiospermum: Wirkt gegen juckende Hautausschläge und Gelenkentzündungen
    • Graphites: Gegen Ekzeme oder Geschwüre ängstlicher Menschen

    Wer seine medizinische Behandlung der Psoriasis ergänzen möchte, kann Homöopathie ausprobieren. Allein der Glaube an die Homöopathie kann die Psoriasis positiv beeinflussen. Ihre bisherigen Medikamente, Salben und Co. sollten Sie aber unbedingt weiter benutzen!

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