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    Zum Parkinson-Syndrom zählen 6 verschiedene Typen der Parkinson-Krankheit. Ihre Symptome sind sehr ähnlich, sodass es oft schwierig ist, sie zu unterscheiden. Die Ursachen für diese Symptome sind jedoch bei jeder Form des Parkinson-Syndroms unterschiedlich.

    Welche Parkinson-Syndrome gibt es?

    1. Das idiopathische Parkinson-Syndrom/ Morbus Parkinson:

    • Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist die „klassische“ Parkinson-Erkrankung.
    • Es macht 70% aller Parkinson-Syndrome aus.
    • 1-3% der über 60-Jährigen sind davon betroffen.
    • Ursache: Die dopaminproduzierenden Nervenzellen sterben ab. Dopamin ist einer von mehreren verschiedenen Botenstoffen, die für die Übertragung von Signalen zwischen unseren Nervenzellen gebraucht werden. Durch den Dopaminmangel ist das Gleichgewicht dieser Botenstoffe gestört und die typischen Parkinson-Symptome treten auf.
    • Die Symptome beginnen schleichend und nehmen langsam immer stärker zu.

    2. Postenzephalitischer Parkinsonismus:

    • post= nach, Enzephalitis= Entzündung des Gehirns
    • Kann als Folge einer Entzündung des Gehirns entstehen.
    • Die Symptome treten meist nur an einer Körperseite auf.

    3. Medikamentös induzierter Parkinsonismus:

    • Bei diesem Parkinson-Syndrom werden die Symptome durch bestimmte Medikamente ausgelöst.
    • Ursache: Bestimmte Medikamente verhindern, dass Dopamin von den Rezeptoren aufgenommen wird. Es ist also ausreichend Dopamin vorhanden, es kann aber nicht „verwendet“ werden.
    • Zu solchen Medikamenten gehören z. B. Neuroleptika und Metoclopramid (MCP, Magenmittel).
    • Im Beipackzettel wird diese Nebenwirkung als extrapyramidale, extrapyramidal-motorische Symptome oder als Tremor bezeichnet.
    • Nach Absetzen der Medikamente klingen die Symptome nach spätestens 6 Monaten wieder ab.
    4. Parkinsonismus im Zusammenhang mit degenerativen Erkrankungen:
    • Bestimmte degenerative Erkrankungen können auch die dopaminproduzierenden Nervenzellen befallen und so deren Funktion beeinflussen.
    • Die Symptome sind also eine Folge einer anderen Grunderkrankung.

    5. Symptomatischer Parkinsonismus:

    • Betreffen Verletzungen, Entzündungen o.ä. die dopaminproduzierenden Nervenzellen, entstehen die typischen Parkinson-Symptome.
    • Diese Form des Parkinson-Syndroms kommt nur selten vor.

    6. Pseudoparkinsonismus:

    • Die Symptome ähneln denen des Morbus Parkinson sehr, sodass beide Syndrome nur schwer zu unterscheiden sind.
    • Ursache: Mehrere kleine Hirninfarkte oder Normaldruckhydrocephalus (Hirndruck ist immer wieder kurzzeitig erhöht)

    Was sind die jeweiligen Symptome?

    Die Symptome treten erst auf, wenn mehr als die Hälfte der dopaminproduzierenden Zellen abgestorben ist.

    Beginnen die dopaminproduzierenden Nervenzellen abzusterben, kann der Körper diesen Mangel eine Zeit lang noch ausgleichen. Erst wenn mehr als die Hälfte dieser Zellen verendet sind, treten die ersten Symptome auf. Sie beginnen so schleichend, dass sie oft nicht gleich erkannt werden. Im Verlauf des Parkinson-Syndroms werden sie aber immer stärker und schränken die Selbstständigkeit des Betroffenen immer weiter ein. Die typischen Symptome sind folgende:

    • Muskelzittern
    • Muskelsteifheit
    • Bewegungsverlangsamung
    • Gleichgewichtsstörungen
    • Gangstörungen
    • eingeschränkte Feinmotorik
    • Mimik wird weniger

    Bei Parkinson sterben nicht nur Nervenzellen im Gehirn ab, sondern auch z. B. im Nervensystem des Magen-Darm-Traktes. Es kann also auch hier zu Symptomen wie Verstopfungen kommen.

    Wie werden Parkinson-Syndrome behandelt?

    Einige Parkinson-Symptome gehen wieder zurück, z. B. wenn beim medikamentös bedingten Parkinson-Syndrom das auslösende Medikament abgesetzt wird. Die klassische Parkinsonform ist allerdings nicht heilbar. Das liegt daran, dass die Ursache für das absterben der Nervenzellen nicht bekannt ist (= idiopathisch). Entsprechend lässt sich die Ursache nicht behandeln und damit die Krankheit nicht heilen. Mit der richtigen Therapie können aber die Symptome gelindert und die Lebensqualität gesteigert werden.

    Mit Hilfe von Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie können Beweglichkeit, Sensomotorik und sprachliche Fähigkeiten trainiert werden.

    Hinzu kommt eine medikamentöse Behandlung:

    • L-Dopa: Dopaminersatz
    • COMT-Hemmer/ MAO-Hemmer: Abbau von Dopamin wird verlangsamt, Wirkspiegel wird stabilisiert
    • Anticholinergika: Gegen Muskelzittern und Muskelsteifheit
    • Dopamin-Agonisten: Regen die Dopaminrezeptoren an, sodass das L-Dopa besser wirken kann.

    Quellenangaben

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