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    Immer mehr Menschen leiden an Vorhofflimmern. Besonders im Alter und mit einem ungesunden Lebensstil, steigt das Erkrankungsrisiko. Die Symptome sind vielseitig: Während die einen sie gar nicht bemerken, lösen sie bei anderen Todesangst aus.

    Welche Symptome löst Vorhofflimmern aus?

    Besonders vorrübergehendes Vorhofflimmern wird von den Betroffenen durch verschiedene Symptome bemerkt. Je nachdem, ob das Herz ansonsten gesund ist, sind sie unterschiedlich stark ausgeprägt. Möglich Symptome sind:

    • Herzklopfen
    • Schwindelgefühl
    • Herzaussetzer
    • Atemnot
    • Angstgefühl
    • Übermäßiger Harndrang
    • Unregelmäßiger Puls
    • Abgeschlagenheit
    • Gelegentlich Brustschmerzen
    • Erschöpfung, eingeschränkte Leistungsfähigkeit

    Leiden Sie an ausgeprägten Symptomen des Vorhofflimmerns? Dann sollten Sie stets ärztliche Unterlagen und Ihre Medikamentenliste griffbereit haben. In Ihren Papieren sollten Sie außerdem die Notfallnummer eines Angehörigen hinterlegen, der im Akutfall kontaktiert werden soll.

    Wie verlaufen die Symptome?

    Im Verlauf des Vorhofflimmerns können die Symptome immer länger anhalten:

    Paroxysmales Vorhofflimmern

    Symptome treten in einem Zeitraum unter 48 Stunden auf.

    Hier wird wiederum in zwei Typen unterschieden:

    • VAGOTONER TYP
      Vor dem Auftreten des Vorhofflimmerns sinkt die Herzfrequenz. Es tritt meist nachts oder in Ruhe auf.
    • SYMPATHIKOTONER TYP
      Die Herzfrequenz nimmt vorher zu. Dieser Typ des paroxysmalen Vorhofflimmerns tritt oft morgens oder tagsüber nach Stress bzw. körperlicher Belastung auf.

    Persistierendes Vorhofflimmern

    Die Symptome sind nur durch eine therapeutische Intervention zu beenden

    Permanentes Vorhofflimmern

    Die Symptome sind gar nicht zu beenden

    Wie kann Vorhofflimmern diagnostiziert werden?

    Die Symptome des Vorhofflimmerns werden oft gar nicht bemerkt. Wie kann die Erkrankung also erkannt werden?

    Besteht der Verdacht auf ein Vorhofflimmern, sollte zunächst der Hausarzt aufgesucht werden. Der überweist Sie gegebenenfalls für weitere Untersuchungen oder Behandlungen zu einem Kardiologen.

    Der Arzt wird Sie zunächst nach Ihrer gesundheitlichen Verfassung und den aufgetretenen Symptomen fragen. Er tastet den Puls und hört das Herz mit einem Stethoskop ab. Das Vorhofflimmern kann dann in einem EKG (Elektrokardiogramm) sichtbar gemacht werden. Mittels eines Langzeit-EKGs kann der Herzrhythmus über 24 oder 48 Stunden hinweg aufgezeichnet werden. Da bei den meisten Menschen das Vorhofflimmern nur von Zeit zu Zeit auftritt, wird diese Methode häufig angewendet. Wenn auch in dieser Zeit kein Vorhofflimmern aufgetreten ist, kann ein sogenannter Event-Recorder zum Einsatz kommen. Das ist ein kleines handliches Gerät, dass der Betroffene immer mit sich führt. Sobald das Vorhofflimmern auftritt, kann er es mit Hilfe des Event-Recorders selbst aufzeichnen. Der Arzt kann anschließend beurteilen, um welche Art von Herzrhythmusstörung es sich handelt.

    Unregelmäßigkeiten Ihrer Herzfrequenz können Sie selbst aufspüren. Messen Sie einfach regelmäßig Ihren Puls und schreiben Sie ihn auf. In Ruhe sollte der Puls regelmäßig sein und zwischen 60 bis 80 Schläge pro Minute betragen. Ist Ihr Puls unregelmäßig, liegt in Ruhe über 100 Schlägen pro Minute oder es treten Symptome des Vorhofflimmerns auf, sollten Sie dies ärztlich abklären lassen. Auch nach einem einzelnen Vorhofflimmern-Ereignis besteht die Möglichkeit, dass das Vorhofflimmern chronisch wird und sich im Laufe der Zeit immer weiter verschlechtert und entsprechend erschwert zu behandeln ist.

    Quellenangaben

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