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    Alzheimer Tests werden verwendet bei der Diagnosefindung einer Demenz (bzw. Differenzialdiagnostik anderer kognitiver Beeinträchtigungen). Hierzu zählen Testverfahren die mittels Fragebogen und ähnlichem durchgeführt werden und Untersuchungen des Blutes, des Hirnwassers und auch Bildgebende Verfahren wie bspw. eine Computertomographie (CT) oder ein MRT (Magnetresonanztomographie).

    Alzheimer-Tests im Überblick

    • Uhrentest
    • MMST (Mini-Mental-Status-Test)
    • DemTect (Demenz Detection)
    • Körperliche Untersuchung
    • Labordiagnostik
    • Bildgebung (CT, MRT)

    Der Uhrentest bei Alzheimer

    Der sogenannte Uhrentest wird typischerweise im Zusammenhang mit den MMST durchgeführt. Hierbei erhalten die zu untersuchenden Personen ein leeres Blatt Papier auf den lediglich ein Kreis zu sehen ist. Ziel dieser Aufgabe ist es, dass die untersuchte Person eine vordefinierte Uhrzeit in den Kreis einzeichnet und in einem nächsten Schritt die Uhrzeit als digitale Anzeige (gleich dem Display eines Handys) aufschreibt.

    Der Untersucher vergibt Punkte für die Fragen:

    • Sind alle 12 Ziffern der Uhrzeit eingetragen?
    • Sind die Abstände zwischen den Ziffern stimmig?
    • Sind beide Zeiger der Uhr (Stunden- und Sekundenzeiger) eingezeichnet?

    MMS-Test für Alzheimerpatienten

    Der Mini-Mental-Test ist der typische Test für die Erstuntersuchung einer womöglich vorliegenden Demenz. Er erfasst Punkte zur:

    • zeitlichen Orientierung
    • örtlichen Orientierung
    • Merkfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis
    • Sprach- und Textverständnis
    • Fähigkeit etwas zu schreiben
    • Fähigkeit eine Handlung zu planen

    Fragen aus einem MMST lauten:

    • Welches Jahr haben wir?
    • Den wievielten des Monats haben wir?
    • In welchem Land sind wir?
    • Auf welchem Stockwerk?
    • Bitte sprechen Sie folgendes Wort nach: „Zitrone“.
    • Bitte buchstabieren Sie das Wort PREIS rückwärts.
    • Nehmen Sie dieses Blatt in die Hand, falten Sie es und legen Sie es dann auf Ihren Schoss.
    • Schreiben Sie bitte irgendeinen Satz vollständig auf dieses Blatt Papier.

    Wie Sie sehen können, enthält dieser „typische“ Alzheimer Test eine Vielzahl unterschiedlicher Punkte. Neben diesen Fragestellungen und Aufgabenstellungen enthält der MMST eine markante Figur die die untersuchte Person nachzeichnen soll – 2 Fünfecke.

    Alzheimer Test

    Sollten Sie den Verdacht haben, Ihr Angehöriger leidet unter einer kognitiven Einschränkung – vielleicht ist in der Familie bereits eine Alzheimererkrankung bekannt – dann können Sie einige dieser Testfragen nutzen um ein grobes Gespür dafür zu bekommen, ob sich nur Ihre Wahrnehmung täuscht oder ob tatsächlich ein Defizit vorhanden ist.

    DemTect-Test bei Alzheimer

    Der Demenz-Detections-Test beinhaltet ähnliche Blickpunkte wie der Mini-Mental-Test. Auch hier wird die kognitive Funktion mittels Überprüfung des Gedächtnisses, der Wortflüssigkeit und der Aufmerksamkeit geprüft.

    DemTect Testaufgaben:

    • Eine Liste mit Wörtern wird vom Untersucher vorgelesen und im Anschluss soll diese von der zu untersuchenden Person wiederholt werden (Wortliste)
    • Umwandlung einer Zahl in das entsprechende Zahlenwort: 124 = einhundertvierundzwanzig (Zahlenumwandlung)
    • Aufzählen von 30 Gegenständen die im Supermarkt gekauft werden können (Supermarktaufgabe)
    • Nachsprechen einer Zahlenfolge (6 Zahlen) und dies rückwärts (Zahlenfolge rückwärts)

    Am Ende erfolgt erneut die „Wortlisten“-Aufgabe. Diese Wiederholung dient der Überprüfung ob der Befragte es nach bereits kognitiv anstrengenden Aufgaben schafft, die Aufgabe gleich gut, besser oder schlechter als eingangs zu erfüllen.

    Körperliche Untersuchung bei Alzheimer

    Zu jeder ärztlichen Untersuchung gehört auch eine spezifische körperliche Inspektion. Nur so können weitere Erkrankungen erkannt werden die evtl. ursächlich für eine kognitive Dysfunktion sind. Nicht immer liegt eine Demenz oder ein Alzheimer vor, nur weil die Symptome darauf hinweisen. Hinzu kommt, dass wenn sich die Diagnose einer Demenz bestätigt, es elementar ist auf die Suche nach eventuellen Auslösern der Demenz zu gehen. Zu dieser Suche gehören auch Untersuchungen des Blutes und evtl. des Hirnwassers.

    Labordiagnostik bei Alzheimer

    Immer wenn die Diagnose einer Demenz im Raum steht sind die Ärzte bestrebt evtl. Auslöser zu finden oder die als Demenz getarnte Erkrankungen zu detektieren. Somit finden Blutuntersuchungen um bspw. vorliegende Entzündungen zu erkennen statt. Das Hirnwasser (Liquor) kann ebenfalls einen Anhalt einer primären Erkrankung geben (Neurosyphilis).

    Bildgebende Verfahren bei Alzheimer

    Verfahren die es ermöglichen in den Schädel hineinzusehen (CT oder MRT) dienen der Suche nach möglichen Schäden des Nervensystems, eines Tumors oder gar eines vorliegenden Hirnschwunds. Diese Untersuchungen haben dementsprechend das selbige Ziel wie die Labordiagnostiken. Ärzte gehen auf die Suche nach evtl. anderweitigen Erkrankungen oder gar Prozesse die die Demenz auslösen.

    Alzheimer ist eine Erkrankung der Angehörigen.

    Kennen Sie den Ausspruch „Alzheimer ist eine Erkrankung der Angehörigen!“? Hinter diesem Satz verbirgt sich eine große Portion Wahrheit. Die ersten Symptome werden häufig von den Angehörigen wahrgenommen bevor es sich der Betroffene selbst eingesteht (eingestehen kann) – der Ehemann verhält sich irgendwie anders als sonst, die Frau ist plötzlich vergesslich und lässt in der Tankstelle den Wohnungsschlüssel liegen etc. Häufig tritt der Fall ein, dass sich die Angehörigen eines Betroffenen informieren und den Arztbesuch forcieren. Ein ausführliches Anamnesegespräch zwischen Patient und Arzt ist von hoher Bedeutung bei der Diagnosestellung einer Demenz. In diesem Gespräch werden auch die Informationen der Angehörigen in Bezug auf den Zeitpunkt des Auftretens der ersten Anzeichen einer Wesensveränderung oder der Vergesslichkeit einbezogen.

    Einige der aufgeführten Alzheimer Tests können unsicheren Angehörigen eine gewisse Hilfestellung mit an die Hand geben. Stellen Sie jedoch keine eigene Diagnose ohne adäquate ärztliche Begutachtung.

    Quellenangaben

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