Alzheimer – Symptome, Diagnose und Verlauf


Aufgrund der Ähnlichkeit vieler Symptome mit denen anderer Krankheiten ist die verlässliche Diagnose einer Alzheimererkrankung schwierig. Dennoch gibt es eine Reihe von Indikatoren, die auf eine Erkrankung hinweisen. Erfahren Sie hier mehr!


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Mann bei Alzheimer Diagnose

Was sind die Symptome von Alzheimer?

Häufig wird die Diagnose Alzheimer aufgrund von Schwächen bei der Merk- oder Lernfähigkeit gestellt. Bereits weiter zurückliegende Erinnerungen sind dabei problemlos abrufbar, die Abrufbarkeit neu gewonnener Eindrücke und Erfahrungen ist hingegen stark eingeschränkt. Auch die Verringerung des angewendeten Vokabulars ist ein mögliches Symptom. Die Patienten sind aber nach wie vor in der Lage ihre Gedanken nachvollziehbar zum Ausdruck zu bringen.

Wie wird Alzheimer diagnostiziert?

In der klinischen Praxis wird zur Diagnose in der Regel eine Kombination aus bildgebenden Verfahren wie CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie), speziellen Gedächtnistests und dem klinischen Verlauf als Indikator verwendet. Eine definitive Diagnose kann jedoch erst post mortem (nach dem Tod) gestellt werden, da zu diesem Zweck eine Analyse des Feingewebes des Gehirns möglich ist.

Wie verläuft Alzheimer?

Erst im fortgeschrittenen Stadium erkennen Betroffene nahe Verwandte und Freunde nicht wieder und verlernen grundlegende Alltagsfähigkeiten. Auch ein veränderter Charakter ist häufig die Folge einer Alzheimererkrankung. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und -kontrolle geht zunehmend verloren, was sehr belastend für Angehörige und Bekannte sein kann.
Im weiteren Verlauf kommt es zum Abbau der Muskelmasse und damit zu Sprachproblemen, eingeschränkter Selbstkontrolle hinsichtlich der Kontinenz und starken motorischen Einschränkungen. In letzter Konsequenz führt Alzheimer zu einer umfassenden Schwächung des Körpers und damit des Immunsystems, was Erkrankte im fortgeschrittenen Stadium zunehmend anfällig für Infekte und Entzündungen macht. So kann sich eine einfache Grippe bei derart immunschwachen Patienten schnell als lebensbedrohlich erweisen.


Die Lebenserwartung bei Stellung der Diagnose beträgt im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre, wobei auch Fälle bekannt sind, in denen das Endstadium bereits nach vier bis fünf Jahren erreicht wurde. Auch Patienten, die nach der Diagnosestellung noch mehr als 20 Jahre gelebt haben, sind bekannt. Es ist also schwer eine klare Aussage bezüglich der Lebenserwartung zu treffen.


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Quellenangaben

veröffentlicht am 30.01.2017 | verfasst vom Redaktionsteam