Erfahrungsbericht eines Diabetes-Studienteilnehmers


Ein Studienteilnehmer aus Essen hat uns von seiner Diabetes-Studie berichtet und erzählt, warum seine Erwartungen übertroffen wurden.


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  • Mondosano: Guten Tag, Herr W.!  Stellen Sie sich zu Beginn gerne kurz vor. 

    Herbert W.: Mein Name ist Herbert W., ich bin 53 Jahre alt und komme aus Essen. Vor 2,5 Jahren ist bei mir Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden.


Wie sind Sie auf Mondosano und damit auf die Diabetes-Studie aufmerksam geworden? 

Ich habe das über das Internet, über Facebook, entdeckt. Daraufhin habe ich mit Mondosano Kontakt aufgenommen und der Rückruf erfolgte eigentlich umgehend. So kam ich zu dieser Studie in Düsseldorf, wo eben Typ-2-Diabetiker gesucht wurden.


Wieso war die Studie interessant für Sie?

Ich wollte sowieso Mal interessehalber an einer Studie teilnehmen. Es hieß dann es ginge um eine Medikamentenstudie für ein bestehendes Medikament.


Sie haben sich also vorher schon mit klinischen Studien auseinandergesetzt?

Genau.


Wie war der Weg von der Anmeldung bei Mondosano bis zum Beginn der Studie?

Von Mondosano wurde der Kontakt zum Studienzentrum hergestellt. Nur eine Woche später hatte ich den Anruf vom Studienzentrum, das ging super schnell. Telefonisch wurden dann vorab die Grunddaten erfragt, ob ich grundsätzlich für diese Studie infrage komme. Dadurch, dass ich so frisch Diabetes Typ 2 habe und noch keine Medikamente nehme, war ich natürlich prädestiniert für die Studie. Die Medikamente, die man sonst nehmen sollte oder müsste, die müssten dann abgesetzt werden, damit die Studie nicht verfälscht wird. Ruck Zuck hatte ich den ersten Untersuchungstermin, also die Voruntersuchung, ob man dann wirklich in die Studie aufgenommen wird. Das ging alles rubbeldiekatz. Ich bekam im Nachgang nochmal einen Anruf von Mondosano, ob schon Kontakt aufgenommen wurde, da lief die Studie schon. Das ging also wirklich extrem schnell.


Welche Erwartungen hatten Sie an die Studienteilnahme?

Ob das, was da erprobt wird, für einen selber relevant ist oder ob man das besser anwenden kann. Was ich nicht wusste war, dass bei einer Studie die Untersuchungen so intensiv sind. Also das fand ich schon gut für mich persönlich. Diese Untersuchungen werden bei normalen Ärzten überhaupt nicht so intensiv durchgeführt. Da wurde der Bodymass gemessen, der Fettgehalt, also im Prinzip alles, was das Herz begehrt.


Das stimmt, eine klinische Studie beinhaltet in der Regel sehr ausführliche Untersuchungen. Wie war denn insgesamt der Ablauf der Studie? War es sehr zeitaufwändig?

Es war schon zeitaufwändig.  Einmal im Monat war auf jeden Fall eine Untersuchung fällig: Einmal Blutabnahme und eine Grunduntersuchung. Dann gab es noch 3 große. Vorab, zwischendurch und zum Schluss gab es ein MRT. Also es ging in der Studie um ein Medikament, das zum einen natürlich unterstützend für den Zucker ist und als „Nebenwirkung“ auch noch die diabetische Fettleber positiv beeinflusst. Das wollten die in dieser Studie nachweisen.


Blutuntersuchung während einer Diabetes-Studie

Ich hatte noch 2 Clamp-Untersuchungen. Das war sehr umfangreich. Da liegt man 5-6 Stunden auf einem Bett und es werden Medikamente zugeführt, durch die die körpereigene Insulinproduktion reduziert oder eingestellt wird. Dann bekommt man extern Glucose, also Zucker und Insulin, sodass man konstant auf einem Zucker von 90 gehalten wird. Anhand der Dosen kann man dann feststellen, wie der Körper noch auf Insulin und auf Glucose reagiert, wie das noch abgebaut wird. Und das hat bei mir noch ganz gut funktioniert. Nach dieser Clamp-Untersuchung hatte ich noch so viel Insulin in meinem Körper, dass der Zucker gar nicht mehr richtig hoch wollte. Also musste ich mich noch 2 Stunden da aufhalten und hab dann kurioserweise im Diabeteszentrum Zuckercola und Süßigkeiten bekommen, damit mein Zucker wieder hochkommt. Da habe ich für mich mitgenommen, dass mein Körper noch relativ gut auf Insulin reagiert und ich weiterhin meinen Zucker gut im Griff haben kann. 


Sie haben also noch eine neue Erkenntnis über Ihre eigene Erkrankung mitgenommen, das ist doch ein schöner Nebeneffekt. Haben Sie sich denn vor der Studie zu irgendeinem Zeitpunkt Sorgen bezüglich der Teilnahme gemacht?

Nein, man hatte eine Studienbegleiterin. Das ist, glaube ich, eine medizinisch-technische Assistentin, die bleibt auch fest und ist immer der Ansprechpartner für einen – und natürlich auch einen Studienarzt, der kommt auch immer wieder dazu. Da wurden immer wieder alle Fragen beantwortet und alle Ängste genommen. Es wurde von vorneherein so gut erklärt, dass im Prinzip gar keine Ängste aufkamen. Die Betreuung war echt einzigartig.


Hatten Sie trotzdem noch das Bedürfnis mit Ihrem behandelnden Arzt über die Studie zu sprechen?

Nein, ich habe meinen Arzt darüber informiert und auch mit meiner Diabetes-Beraterin darüber gesprochen. Die war natürlich begeistert von den Ergebnissen, die ich mitbrachte, da konnte sie viel mit anfangen. Die Laborergebnisse habe ich immer mitbekommen und konnte die dann meiner Diabetes-Beraterin weiter reichen. Die fanden es also gut, dass ich an der Studie teilgenommen habe.


Konnten Sie sich auch mit anderen Studienteilnehmern über die Studie austauschen?

Nein, gar nicht.


Hätten Sie sich das gewünscht?

Nein, das war schon gut so. Man war für sich, natürlich lief man sich auf dem Flur mal über den Weg, aber das hätten auch Teilnehmer für andere Studien sein können. Aber das habe ich nicht vermisst.


Die Untersuchungstermine haben ja teilweise sehr lange gedauert. Wie sind Sie in dieser Zeit versorgt worden?

Zu den Untersuchungen musste man nüchtern kommen, wegen der Blutabnahme. Danach gab es immer Frühstück. Bei der Clamp-Untersuchung bekam man natürlich Glucose und Flüssigkeit, damit man nicht austrocknet und hinterher gab es dann Mittagessen und alles, was das Herz begehrt. 


Konnten Sie die ganzen Untersuchungstermine gut in Ihren Alltag integrieren?

Ja, glücklicherweise habe ich einen Job, mit dem ich das gut abstimmen konnte. Für mich war es also kein Problem. Unter Umständen müsste man sich sonst ein paar Urlaubstage einplanen, wenn man normal fest im Büro angestellt ist.


Wie war für Sie das Gefühl ein Studienteilnehmer zu sein?

Ich hatte nie das Gefühl, dass ich ein Versuchskaninchen bin. Klar ist man Testperson, aber ich fühlt mich da so gut behandelt. Ich kann nur sagen, dass es toll war. 

Grundsätzlich war das Personal auch super nett und freundlich und hat sich die Zeit genommen, die man gebraucht hat. Ich hatte nie den Eindruck, dass die gehetzt waren oder unbedingt weitermussten, also keine Zeit für einen hatten.


Wie geht es Ihnen jetzt nach der Studie?

Mir geht es jetzt gut, meinen Zucker habe ich weiterhin im Griff. Die hatten auch schon gefragt, ob ich an der nächsten Studie teilnehmen möchte. Die nächste war aber zu dicht hinter meiner. Sie rufen mich aber an, wenn wieder eine startet.


Sie möchten also gerne an einer weiteren Studie teilnehmen?

Ja, wenn ich das zeitlich einrichten kann gerne.


Sie haben schon positiv hervorgehoben, dass Sie so gründlich untersucht worden sind und vor allem durch die Clamp-Untersuchung auch neue Erkenntnisse zu Ihrer Erkrankung gewonnen haben. Gibt es noch andere positive Aspekte, die Sie für persönlich aus der Studienteilnahme gewonnen haben?

Ich habe jetzt den Kontakt zu dem Diabeteszentrum, wo begleitend Seminare und Vorträge angeboten werden. Nächste Woche ist ein riesen Ding von denen organsiert, wo ich auf jeden Fall hingehe. Da sind verschiedene Vorträge und Gerätehersteller, das ist auf jeden Fall interessant. Außerdem haben die mir angeboten, nach der Studie auch in der Uniklinik weiter behandelt zu werden


Das sind ja einige positive Aspekte, von denen Sie auch nach der Studie noch profitieren. Was hat Ihnen insgesamt an der Studienteilnahme am Besten gefallen?

Die Erkenntnis, dass mein Körper noch nicht so geschädigt ist, dass er noch ganz gut funktioniert. Und natürlich die Beratung, zu der Studie gehörte eine Ernährungsberatung. Das nehme ich natürlich alles für mich mit.


„Durch die intensiven Untersuchungen habe ich viele positive Erkenntnisse über meinen Diabetes gewonnen.“Herbert W., Studienteilnehmer

Hätte etwas besser laufen können?

Nein, ich glaube nicht. Das war zwar meine erste Studie, aber für mich war es so gut. Es gab nichts Schlechtes.


Was macht klinische Forschung für Sie wichtig?

Gerade wenn ein Medikament noch einen zusätzlichen positiven Nutzen hat, sollte man das auch klinisch testen. Und wenn das dann wirklich so ist, kann man natürlich ganz anders behandeln. Es geht ja auch grundsätzlich um Medikamente und wie sie wirken. Das finde ich schon wichtig!


Was möchten Sie anderen Patienten zum Thema klinische Studien sagen?

Ich kann es nur befürworten an einer Studie teilzunehmen. Wenn das mit den Vorgaben passt – das ist ja manchmal sehr engmaschig – sollte man auf jeden Fall teilnehmen. Es wird ja finanziell auch noch ein bisschen bezuschusst.


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Das ist die Erfahrung eines Studienteilnehmers. Jeder Mensch empfindet die Teilnahme an einer Studie anders. Wichtig ist, sich gegenüber Neuem nicht zu verschließen. Probieren Sie es einfach mal aus. Registrieren Sie sich unverbindlich bei uns für eine klinische Studie und lesen Sie noch weitere Erfahrungsberichte von Studienteilnehmern.

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veröffentlicht am 22.06.2018 | verfasst vom Redaktionsteam