Erfahrungsbericht Haarausfall-Studie: Ein Studienteilnehmer berichtet


Möchten Sie an einer Studie teilnehmen, haben aber Bedenken oder machen sich Sorgen? Ein Studienteilnehmer aus Hamburg berichtet über seine Erfahrungen.


Finden Sie die passende klinische Studie für sich
  • Mondosano: Guten Tag, Herr J. Erzählen Sie doch zu Beginn kurz einmal von sich und wie Sie zu Mondosano gefunden haben.

Stefan J.: Mein Name ist Stefan J., ich bin 31 Jahre alt und bin in Hamburg geboren. Über eine Freundin bin ich auf Mondosano aufmerksam geworden. Sie hat mir davon erzählt, dass man dort verschiedene Studien finden kann, auch zu Haarausfall. Ich habe mich dafür interessiert und mich ein bisschen schlau gemacht und kam dann zu dem Entschluss, mich dort zu melden und mir das mal anzuhören.


Haben Sie sich vorher schon mit klinischen Studien auseinandergesetzt oder erst, als Sie darauf aufmerksam gemacht worden sind?  

Ich kannte Studien schon vorher und war dem nie negativ gegenüber eingestellt. Alles, was wir in Deutschland an Pflegeprodukten oder Medikamenten haben, wird durch irgendeine Studie gelaufen sein und ich glaube nicht, dass ein Mittel zur Studie freigegeben wird, das gefährdend für einen Menschen sein kann.


Dann waren Sie ja vorher schon über Studien informiert. Was war denn Ihre persönliche Motivation, selbst an einer solchen Studie teilzunehmen?

Für mich war es natürlich der finanzielle Anreiz, aufgrund einer langen Krankengeschichte. Ich habe mich einfach mal schlaugemacht und war dann überrascht, wie hoch die Aufwandsentschädigung für so eine Studie sein kann. Und auf der anderen Seite: Irgendwer muss es machen. Ich glaube, dass sich einfach zu wenig Leute dafür melden.


Sie nehmen derzeit an einer Studie gegen Haarausfall teil. Erhoffen Sie sich davon auch, dass es Ihnen persönlich etwas bringt, dass  also z. B. Ihr Haarwachstum wieder gefördert wird?

Man weiß ja nicht, ob man das Placebo bekommt oder das richtige Mittel und auch nicht in welcher Dosierung – es gibt verschiedene Möglichkeiten, die man da bekommt. Deswegen habe ich mir gedacht, im besten Fall kriegst du für einen recht geringen Aufwand mehr Haare und im schlechtesten Fall hattest du das Placebo, hast deine Kleinigkeiten ein Jahr lang ausgefüllt und gehst mit einem vierstelligen Betrag nach Hause.


Also hatten Sie vor der Studie gar keine Sorgen oder Bedenken?

Nein. Diese Mittel werden ja vorher getestet. Es kann bei jedem Medikament und bei jedem Mittel Nebenwirkungen geben, aber das wäre bei meiner Studie im schlimmsten Fall Juckreiz oder trockene Kopfhaut. Das ist halt eine Studie, wo man ausprobieren muss, ob das ein Mittel ist, das massentauglich ist und eine gewisse Wirkung hat. Wenn das nicht der Fall ist, ist es auch nicht schlimm. Wegen ein bisschen trockener Kopfhaut mache ich mir keine Gedanken.

„Als Studienteilnehmer kann man die Welt ein bisschen besser machen“ Stefan J., Studienteilnehmer

Sie sind also über eine Freundin auf Mondosano aufmerksam geworden. Wie ging es dann Schritt für Schritt weiter, von der Anmeldung bei Mondosano bis zum ersten Termin im Studienzentrum?

Ich habe mich bei Mondosano online angemeldet und relativ rasch einen Anruf bekommen. Eine Mitarbeiterin hat mir einige Fragen gestellt und mir die Studie erklärt. Daraufhin wurde ich relativ schnell weitergeleitet an das Studienzentrum, wo die Studie durchgeführt wird. Das ging alles relativ zügig: Vom Erstkontakt durch Mondosano bis zum Studienbeginn hat es keine 2,5 bis 3 Wochen gedauert, also das ging recht fix. Klar ist es immer davon abhängig, ob man in die Studie passt oder nicht. Ich hatte Glück, ich war an der Grenze, weniger Haare hätten es nicht sein dürfen. Es war ein recht unkomplizierter, zügiger Vorgang.


Wie hat dann der Erstkontakt zum Studienzentrum stattgefunden?

Ich wurde von Mondosano an das Studienzentrum weitergeleitet. Dort habe ich erstmal mit einer Mitarbeiterin telefoniert und am selben Tag oder einen Tag später die Termine bekommen. Innerhalb einer Woche waren dann auch die Tests durch, der Arzt hat mich einmal durchgecheckt. Ich fand es ganz interessant, man bekommt bei so einer Studie einen kompletten Vorab-Check. Da hätte man bei seinem normalen Arzt vielleicht auch was für zahlen müssen. Lungenatmungstest und Herzfrequenztest, ein EKG usw. Das war sehr interessant, einen Lungentest habe ich in meinem Leben noch nicht gehabt. Ich weiß jetzt nicht wie es bei anderen Studien ist, aber in dem Studienzentrum sind die Leute auch extrem freundlich.


Haben Sie einen Ansprechpartner im Studienzentrum, bei dem Sie sich zwischendurch bei Fragen melden können?

Ja, ich habe so ein Tagebuch bekommen, wo ich morgens und abends eintrage, um wie viel Uhr ich mir das Mittel auf die Kopfhaut aufgetragen habe. Und auf dem Tagebuch steht auch eine Telefonnummer von der Ansprechpartnerin. Das ist auch die Dame, die jedes Mal die Kontrolle durchführt, wenn ich dann dort bin. Eigentlich eine ganz simple Geschichte, nicht viel Aufwand.


Sie sagen, es sei nicht viel Aufwand. Wie ist denn der Ablauf der Studie?

Morgens nach dem duschen und abends vorm schlafen gehen trage ich mir das Mittel auf den Kopf auf und muss dann 10 Minuten warten bis es eingezogen ist. Wer kurze Haare hat, der weiß, dass man sich die Haare nicht großartig abtrocknet und wie schnell das geht, dass die Haare trocken sind. Ähnlich schnell ist das mit dem Mittel. Wann ich das Mittel aufgetragen habe, muss ich jedes Mal in das Tagebuch eintragen.


Also ist es nichts, was Sie im Alltag einschränkt?

Nein, das kostet morgens und abends nur 30 Sekunden Zeit. Fairerweise muss ich gestehen, dass ich zweimal vergessen habe in das Tagebuch einzutragen. Aber wenn man das nachträgt ist es auch nicht schlimm. Das ist das einzige, was mich als kleiner Schreibmuffel ein bisschen nervt. Jetzt liegst du schon im Bett und musst doch nochmal kurz in das Tagebuch eintragen. Aber das Auftragen ist schon so selbstverständlich wie Zähneputzen.


Haben Sie die Studienteilnahme vorher mit Ihrem Arzt besprochen?

Im Studienzentrum sind zwei Ärzte, mit denen ich darüber gesprochen habe. Die klären einen über sämtliche Eventualitäten und Nebenwirkungen auf und was genau mit einem passiert. Man bekommt dann ein relativ großes Buch zu lesen, was alles bei der Studie beachtet werden muss. Das ist relativ penibel, z. B. müssen die Abstände zwischen morgens und abends mindestens 8 Stunden sein und dass man die ganze Zeit das gleiche Shampoo und Duschgel benutzen muss. Ich habe mir das einfach gemacht und zu Beginn 12 Packungen von meinem Duschgel und meinem Shampoo gekauft, weil ich nicht weiß, ob die Firma das plötzlich aus dem Sortiment nimmt. Ich benutze jetzt also ein Jahr durchgehend das Gleiche. Der Rest sind viele Formalitäten. Man hat also den Vorabcheck und bekommt das Büchlein zu lesen. Dann geht man nach Hause und meldet sich, ob man das wirklich machen möchte. Da kann man eine Nacht drüber schlafen. Das ist nichts, was man gleich vor Ort unterschreiben muss.


Also wurden Sie vorher so umfassend aufgeklärt, dass Sie nicht das Bedürfnis hatten noch z. B. mit Ihrem Hausarzt darüber zu sprechen?

Nein, das nicht. Ich weiß jetzt nicht, wie es bei einer anderen Studie gewesen wäre, wenn es ein neues Nierenmedikament oder Herzmedikament gewesen wäre. Ich glaube dann hätte ich schon meinen Arzt konsultiert und hätte das mit ihm zusammen nochmal abgesprochen, was er davon hält. Aber ich würde wahrscheinlich so oder so an der entsprechenden Studie teilnehmen. Wenn die Nebenwirkungen sich in Grenzen halten, ist der größte Verlust den man haben kann, dass es nicht funktioniert. Ich glaube nicht, dass es viele Studien gibt, wo es einem hinterher schlechter geht.


Erfahrungsbericht Haarausfall-Studie

Wie fühlen Sie sich als Studienteilnehmer? Man hört oft negativ behaftete Bezeichnungen, wie „Versuchskaninchen“?

Man nimmt das Wort auch selber in den Mund. Aber ich glaube, dass eine gewisse Aufklärung fehlt, wenn Leute Angst davor haben. Ich finde es nicht schlimm, Studienteilnehmer zu sein. Denn wie gesagt, jedes Medikament ist durch eine Studie gelaufen. Und ich glaube der ein oder andere ist ganz froh, wenn er mal eine Kopfschmerztablette oder irgendeine andere Tablette, bekommt. Diese Studien haben halt einen Sinn. Bevor etwas massentauglich ist, ist es bestimmt immer durch eine Studie gelaufen. Manche Studien sind eventuell auch schon schiefgelaufen, ein winziges Risiko ist also bestimmt vorhanden. Ich finde es gehört aber auch dazu, dass man mit gewissen Dingen versucht die Welt besser zu machen. Also für mich ist es nichts Schlimmes, an einer Studie teilzunehmen – und auch nicht nur für Haarausfall.


Klinische Forschung scheint Ihnen wichtig zu sein. Was ist Ihnen daran besonders wichtig?

Ich denke, dass es wichtig ist, den Fortschritt der Medizin damit irgendwie zu unterstützen, da es schlicht und einfach gemacht werden muss. Und wie gesagt: Jedes Medikament ist durch Studien gelaufen und dafür muss es immer wieder Probanden geben, die das freiwillig machen, was in der Regel auch nicht schlimm ist. Ich kann es verstehen, wenn ein Diabetiker sagt, ich probiere jetzt kein neues Insulin aus, weil das was ich habe funktioniert. Aber wenn ich jetzt ein Leiden hätte, was nicht behandelbar wäre, würde ich immer an einer Studie teilnehmen. Vielleicht habe ich ja das Glück und es ist dann behandelbar und ich habe den Vorteil, dass ich einer der ersten bin, die dann doch davon geheilt werden können.


Würden Sie wider an einer klinischen Studie teilnehmen?

Ja!


Interessieren Sie sich für klinische Studien?

Wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden können Sie sich kostenlos bei Mondosano registrieren. Sie erhalten dann aktuelle Informationen zu neuen Studien in Ihrem Krankheitsgebiet und können sich bei möglicher Eignung von uns an eine passende Studie vermitteln lassen.

Finden Sie die passende klinische Studie für sich

Das ist die Erfahrung eines Studienteilnehmers. Jeder Mensch empfindet die Teilnahme an einer Studie anders. Wichtig ist, sich gegenüber Neuem nicht zu verschließen. Probieren Sie es einfach mal aus. Registrieren Sie sich unverbindlich bei uns für eine klinische Studie und lesen Sie noch weitere Erfahrungsberichte von Studienteilnehmern.

Diesen Artikel teilen


veröffentlicht am 23.05.2018 | verfasst vom Redaktionsteam