Heuschnupfen – Die Saison hat begonnen


Die Pollenallergiker im Land begrüßen jedes Jahr aufs Neue den Start der Heuschnupfensaison mit einem wenig erfreulichen „Hallo“. 20% der deutschen Bevölkerung sind betroffen. Mondosano beantwortet Ihnen die 5 wichtigsten Fragen.


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Frau mit Heuschnupfen

Die Symptome sind störend und beeinflussen die Lebensqualität zum Teil stark. Nicht-Betroffene belächeln die Symptome gerne und lassen dabei häufig außer Acht, dass aus einem Heuschnupfen auch schwerwiegende Kreuzallergien mit Lebensmitteln und/oder ein allergisches Asthma resultieren kann.

Wir haben mit Betroffenen und mit Nicht-Betroffenen gesprochen und die 5 am häufigsten gestellten Fragen zusammengetragen und beantwortet.


1. Was ist Heuschnupfen?

  • saisonale allergische Rhinitis (Schnupfen)
  • überschießende Reaktion des Immunsystems auf Pflanzenpollen

Typische Symptome bei Heuschnupfen sind eine juckende und laufende Nase, gerötete und juckende Augen und ein Kratzen des Gaumens bzw. des Rachenraums.


2. Ist Heuschnupfen vererbbar?

Es besteht eine genetische Disposition. Jedoch leidet nicht jedes Kind mit Allergiker-Eltern an Allergien Das Risiko steigt prozentual allerdings an, wenn eines oder beide Elternteile betroffen sind.


3. Hört Heuschnupfen im Alter einfach auf?

Nein. Heuschnupfen besteht in der Regel ein Leben lang und die Intensität der Symptome nimmt zu. Besonders Aufmerksam muss man in Bezug auf einen „Etagenwechsel“ sein. Unter Etagenwechsel wird die Ausweitung der Allergie verstanden: Allergisches Asthma oder Kreuzallergien mit Lebensmitteln.


4. Wie gefährlich ist Heuschnupfen?

Gefährlich ist Heuschnupfen nicht. Störend und evtl. gefährlich ist die Entwicklung von Kreuzallergien. Diese sind z.B. schleichend einsetzende Allergien gegenüber Lebensmitteln. Viele Pollenallergiker reagieren bspw. auf Nüsse oder Citrusfrüchte mit den gleichen Symptomen wie bei Heuschnupfen. Gefährlich ist jedoch das Entstehen eines allergischen Asthmas. Das allergische Asthma hat die gleichen Symptome wie normales „nicht“-allergisches Asthma: Obstruktion (Verengung) der Atemwege. Diese Verengung kann dann bspw. auftreten, wenn ein Allergiker einer hohen Konzentration des Pollenexogens ausgesetzt ist (Spaziergang neben einem Rapsfeld oder der Verzehr von Nüssen).


5. Sind Pollenflugmonitore sinnvoll?

Es gibt unterschiedliche Arten des Monitorings. In Apotheken liegen häufig saisonale Pollenflugkalender aus. Diese geben an wann etwa welche Pflanze blüht und die Pollenbelastung in der Luft dementsprechend erhöht ist. Pollenflugkalender sind eine gute Richtschnur. Genauer sind Pollenflugmonitore die aufgrund aktueller Wetterlagen erstellt werden. Hier wird real time die Flugrichtung der Pollen (aufgrund des Windes) abgebildet.


Heuschnupfen ist störend aber kann mit entsprechenden Medikamenten gut in Griff bekommen werden. Viele Allergiker haben Ihre Tricks: Haare waschen bevor man ins Bett geht, Pollenschutzgitter vor den Fenstern, Spaziergänge nach einem Sommerregen, Einnahme von Allergietabletten usw. Auch wenn die Hyposensibilisierung eine zeitaufwändige Angelegenheit ist (2-3 Jahre), lohnt sich der Besuch bei einem Allergologen. Eine Vielzahl von Betroffenen hat nach einer derartigen Immuntherapie wenige bis keine Symptome.


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Quellenangaben

veröffentlicht am 23.02.2017 | verfasst vom Redaktionsteam