Die stille Bedrohung – Bluthochdruck und seine Folgen


Bluthochdruck wird häufig nicht erkannt oder nicht ernst genommen. Aber auch wenn man ihn gar nicht bemerkt, kann er langfristig die Gefäße und Organe schädigen. Das kann teils lebensbedrohliche Folgen haben!


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Folgen von Bluthochdruck durch Messung

Liegt der Blutdruck eine längere Zeit über 140/ 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule), kann er erheblichen Schaden im Körper anrichten. Die Folge: Gefäße und Organe werden geschädigt. Das Tückische daran ist, dass viele Betroffene den erhöhten Blutdruck über eine lange Zeit nicht bemerken. In dieser Zeit kann er aber schon Schaden anrichten. Welche Folgen das haben kann und wie Sie diesen vorbeugen können, erfahren Sie in diesem Artikel.


Was sind die Folgen eines Bluthochdrucks?


Die dauerhaft erhöhte Druckbelastung in den Gefäßen, hat Folgen für die verschiedenen Organe unseres Körpers:

Herz:

Folgen des Bluthochdrucks für das Herz sind z. B. eine Herzschwäche, vor allem der linken Seite des Herzens, die das Blut in den Körperkreislauf pumpt. Wenn das Herz zu schwach ist, die ankommende Blutmenge weiter zu pumpen, staut sich das Blut in den Lungenkreislauf. Das kann zu einer Wasseransammlung in der Lunge führen (Lungenödem). Außerdem kann es zu Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, Angina pectoris und einem Herzinfarkt kommen.

Arterien:

Die Gefäße verändern sich und werden zunehmend verhärtet (Arteriosklerose). Die erhöhte Druckbelastung kann eine Aussackung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) zur Folge haben. Die größte Gefahr dabei ist, dass das Aneurysma reißt, was zur Verblutung führen kann.

Eine weitere Folge des Bluthochdrucks ist die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PaVK), eine Durchblutungsstörung der Beine, die im schlimmsten Fall eine Amputation erforderlich machen kann.

Gehirn:

Bluthochdruck ist der wichtigste Risikofaktor für Schlaganfälle. Sowohl für solche, die durch eine Blutung, als auch durch ein verstopftes Gefäß ausgelöst wurden. Verschiedene Studien ergaben, dass der Anstieg des systolischen Blutdrucks um nur 10 mmHg das Schlaganfallrisiko schon um 10-22% erhöht. Die Sterblichkeit erhöht sich sogar um über 50%. Auch eine Schwellung des Gehirns kann die Folge sein (Hirnödem), die zum Kreislaufstillstand und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Augen:

Im Bereich der Augen kann der Bluthochdruck die Netzhaut schädigen oder zu Blutungen führen.

Nieren:

In den Nieren kommt es durch den Bluthochdruck zu einem Teufelskreislauf: Die Schädigung der Gefäße verstärkt den Bluthochdruck, was die Nieren weiter schädigt und letztendlich ihre Funktion beeinträchtigt.

Das Risiko solcher Folgeschäden ist umso höher, je mehr weitere Risikofaktoren zum Bluthochdruck hinzukommen. Zu diesen Risikofaktoren gehören

  • Rauchen
  • Diabetes
  • Erhöhte Cholesterinwerte

Wie kann man solchen Folgeschäden vorbeugen?


Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist es wichtig den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Führen Sie ein Tagebuch über Ihre Blutdruckwerte. So erkennen Sie frühzeitig, wenn Ihre Werte dauerhaft ansteigen.

Liegt bereits ein Bluthochdruck vor, ist es wichtig, diesen gemeinsam mit Ihrem Arzt gut einzustellen. Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig, auch wenn es Ihnen vermeintlich gut geht! Verschiedene Studien konnten belegen, dass eine konsequente Behandlung des Bluthochdrucks das Schlaganfall-Risiko um bis zu 47% verringert. Außerdem gilt es, weitere Risikofaktoren, wie z. B. das Rauchen zu vermindern.


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Erfahren Sie mehr über Bluthochdruck:

Manchmal reicht auch eine konsequente medikamentöse Behandlung nicht aus, den Blutdruck zu senken. Welche Therapiemöglichkeiten dann infrage kommen, erfahren Sie in unserem Artikeln über die Bluthochdruck-Therapie.

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Quellenangaben
  • Diener, H. C.; Philipp, Th.; Schrader, J. (2003). Folgen der Hypertonie am Endorgan Gehirn. Der Internist, 44 (7), S. 786-792. Springer-Verlag.
  • Piper, W. (2012). Innere Medizin. 2. Auflage, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin. S. 22 ff.

veröffentlicht am 01.02.2018 | verfasst vom Redaktionsteam