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    Unter ruhelosen Beinen, wie der Begriff „Restless-Legs“ übersetzt werden kann, leiden etwa 10% der Deutschen. Nicht bei allen ist diese Problematik täglich vorhanden, dennoch ist sie störend und verhindert einen gesunden und erholsamen Schlaf. Betroffene verspüren die Unfähigkeit die Beine beim Einschlafen ruhig zu halten. Liegen die Beine einmal ruhig, kommt es zu einem schmerzhaften Kribbeln und Brennen der Beine und dem unweigerlichen Willen, die Beine zu bewegen. Auch am Tage, wenn die Betroffenen ruhig sitzen, kommt es zu der Schmerzausprägung. Nur die Bewegung bietet Linderung.

    Ursachen des Restless-Legs-Syndroms

    Das Restless-Legs-Sydrom ist keine Modeerscheinung oder eine Erkrankung der Neuzeit. Bereits vor 300 Jahren sind erste Aufzeichnungen über Patienten mit diesem Symptombild angefertigt worden. Damals gab es noch keinen Namen für diese Erkrankung und die Ärzte wussten sich nicht zu helfen. 1945 kam es dann zu auffällig vielen Äußerungen von Patienten mit den typischen Symptomen der ruhelosen Beine und der Unfähigkeit einzuschlafen. Sie berichteten von „Schmetterlingen in den Beinen“ und von „vielen kleinen Nägeln in den Beinen“. In dieser Zeit wurde der Begriff des Restless-Legs-Syndroms geprägt.

    Als Ursache können neben einer genetischen Disposition auch andere Erkrankungen oder Mangelerscheinungen genannt werden. So sind die ruhelosen Beine eher als Symptom denn als Erkrankung zu verstehen. Typische Ursachen können sein:

    • Rheuma
    • Nervenschädigungen
    • Mangel an Eisen-, Folsäure oder Vitamin B12
    • Störung im Zucker- oder Nierenstoffwechsel
    • Schwangerschaft
    • Medikamente bspw. Antidepressiva

    Ab wann spricht auch ein Arzt von einem Restless-Legs-Syndrom?

    Mittlerweile ist die Erkrankung gut erforscht und es existiert ein Katalog mit Kriterien die zwingend vorhanden sein müssen, um die Diagnose eines Restless-Legs-Syndrom zu stellen.

    Hierzu gehören:

    • Sensible Symptome wie Missempfindungen in den Extremitäten (Kribbeln, Ziehen, Reißen, Jucken, Brennen, Schmerzen, Krämpfe)
    • Bewegungsdrang (Ruhelosigkeit, Umhergehen, Drehen und Wenden im Bett, Reiben oder Massieren der Beine)
    • Auftreten oder Verstärkung der Symptome in Ruhe
    • Verstärkung der Symptome gegen die Abendstunden

    Neben diesen 4 Hauptsymptomen können dann noch Folgende hinzukommen:

    • Schlafstörung (Ein- und/oder Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung)
    • Unwillkürliche Bewegungen
    • Verlauf der Erkrankung anfänglich schleichend und wechselhaft (nicht immer vorhanden) dann zusehends Manifestation der Symptome
    • Evtl. bereits Betroffene in der eigenen Familie

    Betroffene können neben einer Therapie mit Medikamenten (Antiepileptika, dopaminerge Medikamente und Opioide) auch ein Versuch mit kalten Fußbädern, Massagen vor dem ins Bettgehen und Magnesium aus der Apotheke versuchen. Darüber hinaus kann der Verzicht von koffeinhaltigen Getränken Abhilfe verschaffen.

    Besonders bei der medikamentösen Therapie ist eine vorherige Abklärung bei einem Neurologen angebracht. Der Hausarzt wird in den wenigsten Fällen einfach als Versuch eines dieser Medikamente verschreiben. So wie jedes Medikament, haben auch diese Arzneimittel Nebenwirkungen und der Arzt muss eine Nutzen-Risiko-Erhebung tätigen.

    Quellenangaben

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