Insulinpumpen und deren Einsatzgebiete


Was für Insulinpumpen gibt es überhaupt? Gibt es Unterschiede zwischen Pumpen für Typ-1 Diabetiker und Typ-2 Diabetiker? Zahlt die Krankenkasse immer? Fragen über Fragen zum Thema Insulinpumpen. Mondosano informiert Sie über die wichtigsten Aspekte.


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Arzt hält ein iPad in der Hand; Schriftzug Diabetes

Insulinpumpen sind in erster Linie für Typ-1 Diabetiker und Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes geeignet. Natürlich können aber auch Typ-2 Diabetiker davon profitieren. Hier lohnt sich ein Anruf bei der eigenen Krankenkasse, um zu erfragen, welche Bestimmung und Regularien vorliegen.


Eine Insulinpumpe ist für Sie geeignet/richtig, wenn:

  • die HbA1c-Werte (Langzeitzuckerwerte) außerhalb des Zielbereichs sind (trotz einer intensivierten Insulintherapie)
  • Probleme bei dem Management einer Unter- oder Überzuckerung bestehen
  • Angst vor Langzeitschäden einer Diabeteserkrankung bestehen
  • der Wunsch nach mehr Flexibilität im Alltag groß ist

Vorteile einer Insulinpumpe sind:

  • bessere und sichere Einstellung der HbA1c-Werte
  • seltenere Unterzuckerungen
  • geringere Schwankung des Blutzuckers

Funktionsweise einer Insulinpumpe:

Hier existieren zwei unterschiedliche Funktionsmechanismen. Der körpereigenen Insulinproduktion nachgeahmt, gibt eine Insulinpumpe eine geringe und kontinuierliche Menge Insulin ab – die sogenannte Basalrate. Wenn ein zusätzlicher Anstieg des Blutzuckers erwartet wird, bspw. zu den Mahlzeiten, kann eine sogenannte Bolusrate appliziert werden. Die meisten Insulinpumpen sind unterdes in der Lage, die Bolusrate selbstständig zu berechnen und teilen Ihnen mit, was die richtige Dosis ist. Pumpen der jüngeren Generation sind unauffällig und nicht größer als ein Handy. Sie können in der Hosentasche verstaut oder am Gürtel befestigt werden. Möchten Sie duschen oder eine Runde schwimmen, kann die Pumpe auch vorrübergehend abgenommen werden.


Aufbau einer Insulinpumpe:

Insulinpumpen-Zubehör: Insulinpumpe, Insulinampullen, Katheter, Reservoir, Stechhilfe
1) Insulinpumpe (das Herzstück des Ganzen)

Ist das technische Herz der kompletten Einheit und besteht aus einem Display, einem Tastenfeld, einem Batterie- und Reservoirfach.

2) Reservoir

Bestehend aus einer Kartusche in der das Insulinbehältnis verstaut ist.

3) Infusionsset

Bestehend aus einem dünnen Infusionsschlauch der das Reservoir mit der Infusionsstelle am Körper (Kanüle) verbindet. Die Kanüle befindet sich dabei üblicherweise dort, wo auch das herkömmliche Insulin gespritzt wird (Bauch).


Vorteile und Nachteile einer Pumpe:

Vorteile:
  • Lebensqualität steigt, aufgrund einer höheren Flexibilität
  • das dauernde Insulinspritzen der intensivierten Insulintherapie fällt weg

Nachteile:
  • die Pumpe muss kontinuierlich am Körper getragen und kann nur für kurze Momente abgenommen werden
  • die Pumpentherapie ist sehr teuer und nicht alle Krankenkassen zahlen sie
  • verrutscht die Kanüle oder das Infusionssystem verstopft, kann es zu schweren Komplikationen im Sinne einer Übersäuerung des Blutes kommen (Ketoazidose)
  • am Anfang steht eine intensive ambulante oder gar stationäre Schulung des Gerätes an

Wie Sie sehen können, bietet eine Insulinpumpe ein hohes Maß an Flexibilität und kann die Lebensqualität verbessern. Natürlich müssen einige Aspekte vorweg beachtet und abgeklärt werden: Finanzierung, eigene Eignung usw. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit Insulinpumpen mit einer integrierten Blutzuckermessung zu nutzen. Mit Hilfe dieser Systeme fällt auch noch das mind. 3-malige Messen des Blutzuckers am Tag weg.


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Die Forschung ist unbeirrt weiter dabei Möglichkeiten zu erproben, die das Leben eines Diabetikers vereinfachen und die Lebensqualität steigern. Erfahren Sie in unserem Diabetes-Rategeber wie Sie sich als Diabetiker richtig ernähren können und welche weiteren Therapieoptionen es noch gibt.

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Quellenangaben

veröffentlicht am 02.05.2017 | verfasst vom Redaktionsteam