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    Spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie), ist in der Regel die arterielle Hypertonie gemeint. Dabei ist der Druck in den vom Herzen wegführenden Gefäßen, den Arterien, dauerhaft zu hoch. In 90% der Fälle passiert dies ohne organische Ursache. Nur bei etwa 10% liegt eine andere Erkrankung zugrunde. Etwa die Hälfte der Europäer ist von Bluthochdruck betroffen, Tendenz steigend.

    Was genau ist eigentlich der Blutdruck?

    Als Blutdruck wird der Druck bezeichnet, mit dem das Herz das Blut durch die Gefäße pumpt. Er ist abhängig von der vom Herzen gepumpten Blutmenge und der Weite der Gefäße. Reguliert wird er über verschiedene Hormone. So kann sich der Blutdruck an verschiedene Situationen anpassen. Er steigt bei körperlicher Aktivität oder Stress und sinkt, wenn wir schlafen. Beim gesunden Menschen pendelt er sich immer wieder im Normalbereich ein.

    Dieser Normalbereich ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab einem Wert von 140/ 90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) überschritten, man spricht von Bluthochdruck. Ein optimaler Blutdruck beträgt 120/ 80 mmHg. Der erste Wert beschreibt dabei den systolischen Blutdruck. Das ist der Druck in den Blutgefäßen, während das Herz das Blut in die Arterien pumpt. Der zweite Wert ist der diastolische Blutdruck. Er herrscht in der Zeit, in der sich das Herz für den nächsten Schlag mit Blut füllt.

    Was sind die Ursachen für Bluthochdruck?

    Wie kommt es, dass immer mehr Menschen an Bluthochdruck leiden? Die Ursachen sind noch nicht ganz klar, es konnte aber eine erbliche Veranlagung nachgewiesen werden. Der auslösende Faktor des Bluthochdrucks ist wohl ein Zusammenspiel der erblichen Veranlagung und des Lebensstils. Ein ungesunder Lebensstil birgt Risikofaktoren, die Bluthochdruck begünstigen. Dazu gehören:

    • Übergewicht
    • Bewegungsmangel
    • Stress
    • Salzreiche Ernährung
    • Rauchen
    • Übermäßiger Alkoholkonsum

    Bei 10 bis 15 % der Betroffenen liegt dem Bluthochdruck eine andere Erkrankung zugrunde, man spricht von einer sekundären Hypertonie. Z. B. kann eine Erkrankung der Nieren, Nebennierenrinde oder der Schilddrüse Bluthochdruck auslösen. Auch das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) kann man hierzu zählen. Es führt zu einem schwer einstellbaren oder nächtlichen Bluthochdruck und geht oft mit anderen Risikofaktoren wie Übergewicht und rauchen einher.

    Wie äußert sich Bluthochdruck?

    Bluthochdruck zeichnet sich durch verschiedene Symptome aus, die so schleichend beginnen, dass sie zu Beginn häufig gar nicht bemerkt werden. Zu ihnen gehören Kopfschmerzen und Schwindel, Kurzatmigkeit bei Belastung, Herzklopfen und Schlafstörungen. Es können auch weitere Symptome hinzukommen, die häufig mit allgemeinen Stresssymptomen verwechselt werden. Aus diesem Grund wird der Bluthochdruck meist während einer Routineuntersuchung entdeckt, im schlimmsten Fall erst, wenn bereits Folgeschäden vorliegen.

    Warum ist hoher Blutdruck so gefährlich?

    Viele nehmen Bluthochdruck auf die leichte Schulter. Das ist aber fatal, da er teils lebensbedrohliche Langzeitfolgen haben kann. Durch den dauerhaft erhöhten Blutdruck werden die Gefäße und Organe übermäßig belastet und dadurch langfristig geschädigt. Dafür reicht schon ein nur leicht erhöhter Blutdruck. Zu solchen Folgeschäden gehören:

    • Herzinfarkt
    • Schlaganfall
    • Nierenversagen

    Um diese und weitere Folgeschäden zu vermeiden ist eine frühe Behandlung unerlässlich. Dafür muss er früh erkannt werden! Lassen Sie Ihren Blutdruck also regelmäßig kontrollieren und achten Sie auf mögliche Symptome. So können Sie sich vor gefährlichen Langzeitschäden schützen.

    Wie messe ich den Blutdruck richtig?

    So simpel es klingt den Blutdruck zu messen – dabei können viele Fehler entstehen. Das liegt daran, dass der Blutdruck je nach Tageszeit und körperlicher oder seelischer Situation schwankt.

    Bluthochdruck Gefahr

    Um verlässliche Werte zu erhalten, sollten Sie deshalb die folgenden Punkte beachten:

    • Setzen Sie sich gemütlich hin und kommen Sie erst einmal 5 Minuten zur Ruhe.
    • Trinken Sie vor der Messung weder Alkohol noch Koffein.
    • Messen Sie 2- bis 3-mal mit etwas zeitlichem Abstand und nehmen dann den Durchschnittswert.
    • Anfangs sollten Sie den Blutdruck an beiden Armen messen, später immer den Arm mit dem höheren Blutdruck verwenden.
    • Legen Sie den Oberarm beim Messe auf Herzhöhe ab, z. B. auf einem Tisch.

    Quellenangaben

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