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    Medikamente mit Fumarsäure sind bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis das am häufigsten eingesetzte Medikament in Tablettenform. Wenn die äußerliche Therapie, wie Salben oder Lichttherapie allein nicht ausreicht, ist es bei über der Hälfte der Betroffenen das Mittel der Wahl.

    Die Wirkstoffe Dimethylfumarat und Ethylhydrogenfumarat sind chemische Abkömmlinge der Fruchtsäure Fumarsäure. Sie verlangsamen die gesteigerte Teilung der Hornschicht-bildenden Zellen und dämpfen das überaktive Immunsystem, wodurch Entzündungsprozesse gelindert werden.

    Wie werden diese Medikamente angewendet?

    Zur Gewöhnung wird in den ersten 3 Wochen Fumarsäuremedikamente niedrig dosiert eingenommen. Danach wird die Behandlung auf eine höhere Dosis umgestellt. Die Anzahl der Tabletten pro Tag wird langsam gesteigert, bis die optimale Dosis erreicht ist. Während dieser Dosissteigerung machen Betroffene ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Fumarsäure. Innerhalb der ersten 3 Monate zeigt sich meist eine deutliche Verbesserung des Hautbildes.

    In der Regel machen sich die ersten Verbesserungen nach 4 bis 6 Wochen der Behandlung bemerkbar.

    Welche Nebenwirkungen kann Fumaderm erfahrungsgemäß haben?

    Wie jedes andere Arzneimittel, können auch Mittel mit Fumarsäureesthern Nebenwirkungen auslösen. Diese treten bei jedem Menschen unterschiedlich stark oder häufig auf.

    Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

    • Gesichtsrötung und Hitzegefühl (Flush) etwa 4 bis 6 Stunden nach der Einnahme
    • Durchfall, Übelkeit und Oberbauchkrämpfe, vor allem zu Beginn der Therapie
    • gelegentlich Müdigkeit und Kopfschmerzen bei Behandlungsbeginn
    • Veränderung des Blutbildes, insbesondere Verminderung der weißen Blutkörperchen und Lymphozyten

    Welche Erfahrungen haben Betroffene mit Fumarsäure gemacht?

    Viele Betroffene teilen Online ihre Erfahrungen. Diese fallen sowohl positiv, als auch negativ aus. Mondosano hat für Sie verschiedene Erfahrungsberichte zu Fumaderm zusammengefasst:

    Erfahrungen mit Nebenwirkungen:

    Ein Großteil der Betroffenen berichtet von regelmäßigem Durchfall und Bauchschmerzen. Auch Flushs kommen relativ häufig vor. Sie halten jeweils wenige Minuten an. Während einige Betroffene frei von jeglichen Nebenwirkungen sind, können andere die Nebenwirkungen des Fumaderms kaum aushalten.

    Wie die Nebenwirkungen toleriert werden, hängt meist von der Wirksamkeit des Fumaderms ab. Machen Betroffene positive Erfahrungen bezüglich der Wirksamkeit des Fumaderms, können die meisten von ihnen über die typischen Nebenwirkungen weitestgehend hinweg sehen. Bleiben diese positiven Erfahrungen jedoch aus, überwiegen die Nebenwirkungen, sodass das Fumaderm abgesetzt wird.

    Erfahrungen mit der Wirksamkeit von Fumarsäureestern:

    Die Erfahrungsberichte verschiedener Betroffener zeigen, dass sich unter der Behandlung mit Fumaderm initial in der Regel noch keine Verbesserung erkennen lässt. In wenigen Fällen kommt es sogar zu Verschlechterungen. Nach dem Umstieg auf das höherdosierte Fumaderm verbessert sich das Hautbild jedoch bei den meisten zusehends. Bei einigen Betroffenen gehen die Hautschäden sogar vollständig zurück. In diesen positiven Fällen werden auch die Nebenwirkungen von der Mehrheit der Betroffenen toleriert, da der Zugewinn an Lebensqualität überwiegt.

    Es gibt wenige Erfahrungsberichte von Betroffenen, bei denen das Fumaderm nicht anschlägt und die erwünschte Verbesserung des Hautbildes ausbleibt.

    Langzeiterfahrungen mit Fumaderm:

    Eine aktuelle Studie hat sich mit den Langzeiterfahrungen mit Fumarsäure befasst. Dabei berichten Betroffene, die seit mindestens 2 Jahren durchschnittlich 3 Tabletten täglich nehmen, von ihren Erfahrungen. Die Studie kam zu folgenden Ergebnissen:

    • Nach 3 Monaten verbesserte sich die Psoriasis bei 80% der Betroffenen deutlich. Nach 6 Monaten waren es schon 93%. Bei 67% von ihnen gab es eine deutliche Verbesserung oder gar ein Verschwinden der Hautschäden
    • Nach einer Behandlungsdauer von 3 Jahren war bei 82,1% immer noch eine deutliche Besserung oder Beschwerdefreiheit zu sehen.
    • Bei fast der Hälfte der Studienteilnehmer kam es im Laufe der Behandlung zu einer Veränderung des Blutbildes. Nach einer Dosisanpassung konnte die Behandlung mit Medikamenten mit Fumarsäure trotzdem fortgesetzt werden.

    ⇒ Erfahrungsgemäß muss mit Nebenwirkungengerechnet werden.
    ⇒ Bei den meisten Betroffenen bewirkt eine Anwendung von Medikamenten mit Fumarsäurestern eine deutliche Verbesserung des Hautbildes.

    Welche Ratschläge können aus den Erfahrungen mit Fumaderm abgeleitet werden?

    • Geben Sie nicht auf, wenn sich nach 3 Monaten noch keine deutliche Verbesserung zeigt. Sie kann sich auch noch nach 6 Monaten einstellen.
    • Bei zu vielen oder zu starken Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung, kann Fumaderm auch langsamer eingeschlichen werden.
    • Beobachtungen zu Folge könnte bei einem BMI (Body Mass Index) von über 30 eine höhere Dosis Fumaderm ratsam sein.
    • Wird Fumaderm anfänglich mit einer Lichttherapie kombiniert, kann die Wirkung erfahrungsgemäß beschleunigt werden.

    Gute Erfahrungen wurden mit folgenden Alltags-Tipps gemacht, die die Nebenwirkungen von Fumaderm reduzieren:

    • Fumaderm mit Joghurt oder Milch einnehmen, das beugt erfahrungsgemäß Durchfall und Magenkrämpfen vor.
    • Trinken Sie viel, verzichten Sie aber auf Koffein und Alkohol.
    • Nehmen Sie Fumaderm immer zu festen Zeiten ein und nicht auf leeren Magen.
    • Kohlensäurehaltige Getränke verstärken Magenkrämpfe und Durchfall, greifen Sie lieber zu stillem Wasser oder Milch.

    Die Erfahrungen mit Fumaderm zeigen, dass jeder Betroffene dieses Medikament für sich selbst testen muss. Die Wirkung und Nebenwirkungen sind bei jedem Menschen anders ausgeprägt.

    Viele Erfahrungsberichte zeigen auch, dass die Fumaderm initial-Phase mit verstärkten Nebenwirkungen überstanden werden muss, bis Fumaderm langfristig seine positive Wirkung entfalten kann. Innerhalb der ersten 6 Monate zeigt Fumaderm bei 93% der Anwender eine positive Wirkung, sodass ein Versuch durchaus vielversprechend ist.

    Für jeden gilt, dass die Behandlung mit Fumaderm ärztlich gut kontrolliert werden sollte. Bei zu starken Nebenwirkungen oder kritischen Veränderungen des Blutbildes müssen die Tabletten abgesetzt werden. In allen anderen Fällen zeigen die Erfahrungsberichte, dass Fumaderm die Lebensqualität bei einer Schuppenflechte deutlich erhöhen kann.

    Quellenangaben

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