Inhaltsverzeichnis

    Als wichtigste und deshalb als erste zu erwähnende Information steht die Erkenntnis, dass auch Diabetiker alles essen dürfen was sie möchten. Wie so häufig im Leben geht es auch hier um die Balance zwischen „gutem“ und „schlechtem“. Zucker ist ebenso wenig ein Tabu wie beispielsweise süßes Obst. In erster Linie müssen Diabetiker auf eine ausgewogene Ernährung und auf ausreichend Sport achten. Dabei sind lange Spaziergänge bereits ein guter Anfang.

    Für eine ausgewogene Ernährung hilft es zu verstehen, welche Lebensmittel in Zucker umgewandelt werden und weshalb man deshalb eher den Konsum reduzieren sollte. Vereinfacht gesagt lässt sich sagen, dass Kohlenhydrate und Stärke zu Zucker umgebaut werden.

    Natürlich braucht der Körper Kohlenhydrate und Zucker um Energie zu produzieren. Dementsprechend kann niemand vollständig auf den Verzehr von Kohlenhydraten verzichten. Es gilt jedoch die Aufnahme von Kohlenhydraten über den Tag zu verteilen und nicht einzelne Mahlzeiten zu überspringen. Nehmen Sie bewusst 3 Mahlzeiten am Tag ein und nicht nur 1 oder 2 große Mahlzeiten. So vermeiden Sie große Schwankungen im Blutzuckerspiegel, weil Sie nicht auf einmal dem Körper große Portionen Kohlenhydrate und demzufolge Zucker zuführen.

    Allgemein lässt sich bei der Ernährung als Diabetiker festhalten:

    • 45% bis 60% des tgl. Energiebedarfs sollten aus Kohlenhydraten bestehen
    • 35% aus Fetten
    • 10% bis 20% aus Eiweißen (bei Nierenschädigungen weniger)
    • Essen Sie bewusst 3 Mahlzeiten am Tag und Snacks, wenn Sie notwendig sind
    • Passen Sie Ihre Ernährung zeitlich mit der Einnahme Ihrer Antidiabetika ab

    Was sind kohlenhydrat- und stärkehaltige Lebensmittel?

    • Reis
    • Getreideprodukte
    • Kartoffeln
    • Mais
    • Pasta
    • Milch
    • Joghurt
    • Bohnen

    Bei den Fetten gilt zu sagen, dass vor allem der Verzehr von tierischen Fetten reduziert werden sollte. Diese rufen zwar keine großen Schwankungen des Blutzuckers hervor, jedoch führen sie rasch zu Gewichtszunahme und Übergewicht.

    Vermeiden und/ oder reduzieren Sie als Diabetiker folgende Produkte:

    • Fleisch und Haut von Tieren
    • frittierte Lebensmittel
    • Chips
    • Fettiger Käse
    • Butter/Margarine
    • Fertiges Salatdressing
    • Sahne
    • Backwaren

    Es gibt aber auch „gesunde“ Fette, wie beispielsweise Olivenöl, Nüsse, Kerne und Avocados.

    Was sind eiweißreiche Nahrungsmittel?

    • Helles Fleisch ohne Haut
    • Lammfleisch
    • Fisch
    • Eier
    • Hüttenkäse
    • Tofu
    • Linsen
    • Bohnen

    Der Verzicht, oder zumindest die Reduktion von gesüßten Getränken wie Cola, Limonade und Säften ist nach den bisherigen Ausführungen selbstverständlich. Trinken Sie lieber ungesüßten Tee oder Tee mit Honig, Kaffee, Wasser oder Saftschorlen. Auch der Genuss von Alkohol sollte sich auf Wein- oder Weinschorlen beschränken. Alkohol hat einen hohen Kaloriengehalt. Nutzen Sie zum süßen Ihrer Backwaren oder beim Kochen Süßstoffe anstelle von Zucker. Versuchen Sie so oft es geht Selbstgekochtes zu verspeisen. Dann wissen Sie genau, was in der Mahlzeit enthalten ist und Sie bekommen ein Gefühl von den Mengen der einzelnen Komponenten.

    Haben Sie keine Angst vor der neuen Herausforderung diabeteskonform zu essen. Ändern Sie lediglich die Zusammenstellung Ihrer Menüs, essen Sie bewusst und machen Sie nach den Mahlzeiten einen Spaziergang. Versuchen Sie ebenfalls Ihre Familie oder die Kollegen von Ihrem neuen Ernährungskonzept zu begeistern. Gemeinsam sind solche Herausforderungen viel leichter zu bewältigen als alleine.

    Quellenangaben

    Das könnte Sie auch interessieren

    Ernährung bei Schuppenflechte – 5 Tipps, die helfen können

    Unsere Empfehlung

    Ernährung bei Schuppenflechte – 5 Tipps, die helfen können

    Kann eine gezielte Ernährung die Therapie der Schuppenflechte unterstützen? Was Studien dazu ergeben haben und was Sie bei Ihrer täglichen Ernährung beachten sollten, erfahren Sie hier.

    Mehr erfahren
    Insulin spritzen? Nein Danke! 3 Phasen der Diabetestherapie

    Unsere Empfehlung

    Insulin spritzen? Nein Danke! 3 Phasen der Diabetestherapie

    Während Typ-1-Diabetes zwangsläufig mit Insulinverabreichung einhergeht kann bei einem Typ 2 Diabetes bereits die Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten weiterhelfen. Die wichtigsten Therapieansätze im Überblick.

    Mehr erfahren
    Ernährung bei Colitis ulcerosa – Wenn der Magen knurrt, aber der Darm rebelliert

    Unsere Empfehlung

    Ernährung bei Colitis ulcerosa – Wenn der Magen knurrt, aber der Darm rebelliert

    Über die richtige Ernährung bei Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa kursieren viele Ratschläge. Aber was ist dran an der Colitis ulcerosa-Ernährung? Welche Tipps helfen wirklich? Mondosano hat für Sie recherchiert.

    Mehr erfahren